23gewühle und auf den Turnieren, sondern an den Bettender Sterbenden, in den Hütten der Armuth sei. Aberweiß mein Vater um unsern Plan und ist er mit meinerAbreise einverstanden?“„Dein Vater,“ entgegnete der Graf, „weiß nichtallein darum, sondern er wünscht auch sehnlichst, daßdu bald das Priestergewand tragest; denn deinem Brudersollen die beiden Grafschaften verbleiben, indeß du trach-ten sollst, hohe Würden im geistlichen Stande zu er-reichen, damit unser Haus mächtig und geachtet werdeunter den FürstenDer Jüngling küßte nochmals die Hand seinesOheims und ging dann über den Schloßhof in denrunden Thurm, wo sein Schlafgemach war. Aber keinSchlaf wollte noch in seine Augen, weil sein Gemüthzu sehr erregt war wegen der morgigen Abreise. Zwarhielten ihn die hohen Warten und Zinnen, die Thürmeund die Gemächer nicht zurück, auch fesselte ihn keinInteresse an die weiten Besitzungen, die sich viele Meilenweit in das Bergische und Westphälische hineindehnten,und dennoch war es ihm, als sei der Boden, auf demer stand, als sei das Thal und der umgebende Waldein heimliches Nest, aus dem er, trotz seines Verlangensnach der geistlichen Würde, nicht ohne ein stilles Weh-
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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