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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
Seite
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22als ein tapferer Kämpe bekannt, der sein Schwerdt wohlführen und Untugend und Bosheit überall zu bestrafenwußte, aber die stillen Freuden des Geistes sagten ihmmehr zu, als Fehde und Blut.Lange saßen der Graf und sein Neffe bei demleuchtenden Feuer zusammen, mancher silberbeschlageneFoliant wurde aus dem großen geschnitzten Cichenschrankegeholt und Worte erhabener Weisheit flossen von Eber-hards Munde und träufelten wie himmlischer Thau inBruno's Herz. Eberhard aber erkannte, daß der Geistseines Neffen reif sei für seine hohe Bestimmung under sprach:Rüste dich morgen zeitig zur Reise nach demehrwürdigen Cöln, wo du dich in St. Gereon näher aufdeinen geistlichen Beruf vorbereiten mußt. Längst habeich deinetwegen mit dem Erzbischof gesprochen und derProbst von St. Gereon weiß um dein Kommen undhält eine Zelle für dich in Bereitschaft.Bruno stand von seinem Schemel auf, küßte dieHand des Oheims und entgegnete:Der Tag seigepriesen, an dem ich in jenes Kloster einziehe, um einPriester des Herrn zu werden! Euch, lieber Oheim, habeich dieses Glück zunächst zu verdanken, denn Ihr lehrtetmich eindringen in die Geheimnisse der Wissenschaft undmachtet mich erkennen, daß meine Stelle nicht im Schlacht-