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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
Seite
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20ihm die Schrift, die auf seinen Knieen lag und sprachbegeisterte Worte von dem Welterlöser und dem schönenBerufe eines Priesters. Der Jüngling hing mit fun-kelnden Augen an dem Munde seines Lehrers und unter-terbrach denselben zuweilen durch eine Frage, die sowohlvon der Schärfe seines Verstandes als von der Reinheitseines Herzens ein schönes Zeugniß gab.Wie freute sich Eberhard, daß sein junger NeffeBruno den Samen des göttlichen Wortes so begierigin sich aufnahm; denn es war sein Lieblingsgedanke, den-selben einst als eine Stütze und Säule der Kirche imgeistlichen Ornate zu sehen; deßhalb hatte er ihn auchgerne um sich auf seiner Burg Berge, während seinBruder Adolf mit dem ältern Sohne, der wie derVater auch Adolf hieß, auf dem Schlosse Altena wohnte,und dort den kriegerischen Uebungen jener blutreichen Zeitoblag oder auch wohl hier und dort den Bedrängten zuHülfe eilte und mit gewaltigem Arme eine Fehde aus-focht oder als Richter das Recht sprach.Beide Grafen beherrschten weite Landstriche umherund saßen über sie als Richter oder Schirmherren; dasheutige Bergische und ein Theil von Westphalenwar ihnen unterthan und ihr Arm war mächtig und weitgefürchtet; darum suchten auch Kaiser und Könige ihre