14Schrecken dachte er an Morgen, denn weder Brand nochNahrung war in der Hütte und er konnte doch seine altenEltern nicht vor Hunger umkommen lassen.Endlich fiel ihm ein Mittel ein: Wußte er nicht,daß Graf Eberhard ein Vater der Armen war und denNothleidenden, die sich an ihn wandten, gerne und bereit-willig beistand? Sein Entschluß stand fest; morgen inder Frühe wollte er hinüber zum Schlosse und den Gra-fen um Hülfe anflehen.Als die Sonne endlich hervorkam, trat er an dasLager seiner Eltern und sprach: „Bleibt im Bette, bisich zurückkomme, ich bringe sicher Hülfe“Draußen in der Küche band er sich unter jeden Fußein Brett und befestigte es mit Stricken, deren Enden erin den Händen hielt. Und nun fuhr er hinaus über denungebahnten Schnee, dem Schlosse Berge zu; prächtigzing es auf der Holzbahn hinunter in's Thal, und erfreute sich schon des Augenblicks, wo er reich beladen zu-rückkehren und seine Eltern mit den Gaben des Grafenerfreuen könnte.In Gedanken überlegte er, wie er den steilen Schloß-berg hinauf kommen sollte, als von Neuem der Sturmsich erhob und der Schnee in solchen Massen fiel, daß erdie Luft verdunkelte und sich zu Hügeln aufthürmte. Bald
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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