11habe ich mit eigenen Ohren gehört, daß er diesen Herrnals einen weisen und tapfern Ritter erhob, der vorallen andern werth sei, Deutschlands Vater zu werden.Ich selber kenne den Lothar nicht, doch spricht GrafEngelbert stets mit Bedacht und Ueberlegung und mankann seinen Worten glauben, wie denen eines Priesters.Lothar aber steht in meiner Meinung auch deshalbso hoch, weil er eben jetzt den Heinrich bekriegt und seineWaffen am Rheine und in Westphalen siegreich sind. —Plötzlich hielt er inne und rief ängstlich: „Um GottesWillen, was ist dir, Barbara?“Gert sah zur Seite und gewahrte, daß die Mutterbewegungslos auf dem Holzklotze saß und nicht mehr zuathmen schien. Und so war es in der That; die Kälte,gegen welche das schwache Feuerchen vergeblich kämpfte,hatte sie erstarrt und sie war unfehlbar verloren, wennnicht bald eine größere Wärme geschafft wurde. Deralte Klaas wollte ihr beispringen, aber auch er war steifund starr und nicht im Stande, sich von der Stelle zubewegen.Gert aber sprang in den anstoßenden Ziegenstall, umdas wenige Stroh herbeizutragen, das dem Thiere nach häufi-ger Plünderung noch geblieben. Er tastete im Dunkeln umherund fühlte, daß die Ziege kalt und erstarrt, wahrscheinlich
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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
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