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Adolph und Eberhard, die ersten Grafen von Berge : historische Erzählung aus dem zwölften Jahrhundert
Entstehung
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10Gert hatte seine eigenen Gedanken und meinte, essei nicht ausgemacht, daß dies Alles Strafen des Herrnseien.Aber der Vater nahm ein drohendes Gesicht an undsprach weiter:Erhebe dich nicht über deinen Vater, wie es Hein-rich gethan hat, sondern glaube mit kindlichem Herzen andie Wunder des Himmels, wie unsere Voreltern, die klügerwaren, als du und ich. Ich aber sage dir, es werdender Zeichen und Wunder noch mehr geschehen, und nichteher wird Gott versöhnt, bis die Reichsstände einen andernund bessern Kaiser wählen!Gert war ganz verdutzt ob der Worte seines Vatersund wagte nicht, in dessen erzürntes Antlitz zu schauen.Die Mutter aber wagte die Frage:Und wen hälstdu am würdigsten, die Krone Deutschlands zu tragen?Der Alte fuhr auf dem Schemel, auf welchem ersaß, einigemal vorwärts und zurück, dann sagte er:Seitich den Speer nicht mehr trage, habe ich nur wenig Kundevon den Händeln der Welt, dennoch glaube ich Einen zukennen, der der Krone des großen Karls gewiß nicht un-werth ist. Als vor fünf Jahren (1119) unser GrafEngelbert von dem Turnier zu Göttingen, welches HerzogLothar von Sachsen veranstaltet hatte, zurückkehrte,