Das Gehör der Verbrecher. 371
wenn man von der grösseren Krankenzahl unter den geborenenVerbrechern im Alter von 20—30 Jahren absieht.Es waren nämlich:
unter 40 geborenen Verbrechern unter 42 Gewohnheitsverbrechern
29 Kranke = 72,5 % 26 Kranke = 02 °/o
■von 15—20 J. 3 Kr. auf 6Verbr. = 50% 4 Kr. auf 7 Verbr. = 57 %
„ -20—30 „ 13 „ ' „ 17 „ = 76 % 8 „ „ 16 „ = 50 %
„ 30-40 „ 4 „ „7 „ ■ = 57 % 6 „ „ 10 „ = 60 %
„ 40-60,, 9. „ „10 „ =90% 8 ,, „ 9 „ =88%
Die verschiedenen Krankheitszustiinde bei den Verbrechernlassen sich folgendermaassen gruppiren.
Geborene
Otitis med. catarrh. (exsudat. und sicca) mit VerbrecherStenosis tubaria ..................... 9 Individuen
Otitis purulenta und ihre Ausgänge (Per-foration, Kalkflecke, Narben)........... 3 „
Otitis interna der Schmiede, Schlosser u. s. w. 2 „
Otitis interna von Infektion, Traumen u. s. w. 3 .„
Otitis interna et media, senilen Charakters. 4 „
Otitis senilis interna..................... 3 „
Nicht genau zu lokalisirende Dysacusis mit
beginnenden Involutionserscheinungen . . 5 „
Gewohnheits-
^
erbreclier
10 Individuen
3
»
3
»
2
ji
3
»
1
?)
4
»
29 Individuen 26 Individuen
Bei beiden Verbrecher-Kategorien waren Störungen imSchallleitungs-Apparate vorherrschend vorhanden im Alter unter30 Jahren, im Perzeptionsapparate im Alter über 30 Jahren.Zwischen 20 und 30 Jahren sind die Mittelohrkrankheitendoppelt so stark vertreten wie die des inneren Ohres; im Altervon mehr als 40 Jahren findet der umgekehrte Fall statt. Imallgemeinen ist die Zahl der Mittelohrkrankheiten fast nocheinmal so gross wie die des inneren Ohres und viermal grösser,als die gemischten Formen (Schallleitungs- und Perzeptions-Apparat) und die nicht genau zu lokalisirende Schwerhörigkeit.
Bei den geborenen Verbrechern reichte die Hörweite kaumbis zu einem Meter für die leise Stimme, bei Leiden desSchallleitungsapparates in 3 Fällen von 12 = 25%, beiLeiden des Perzeptionsapparates in 9 Fällen auf 17 = 52%;ausserdem waren 2 Ohren vollständig taub; unter den Gelegen-
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