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2 (1890)
Entstehung
Seite
363
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Kunst- und Gewerbebetrieb der Verbrecher. 363

maclier, die Stein- und Marmorarbeiter, dann erst die bei derLandwirtbsobaft, die mit Tischlerarbeiten und die in den MinenBeschäftigten.

Den grössten Ertrag liefern die Schuhmacherarbeiten,darauf folgen die Bekleidungsgegenstände und der Wagenbau.

Die Schätzung des Werthes geht, den Angaben derAnstalsverwaltungen zufolge, von den Unternehmern öffent-licher Arbeiten aus.

Bemerkenswerth ist dabei, dass das System der Arbeits-vergebung an Unternehmer einen grösseren Gewinn abwarf(über 18 Millionen Doli.), als das System der eigenen Be-wirtschaftung, bei welcher mit einer nur wenig geringerenArbeitei'zahl kaum mehr als 4 Millionen erzielt wurden. .Esberuht das darauf, dass die Unternehmer vorzugsweise solcheGewerbe betreiben, deren Erzeugnisse den grösseren Gewinnabwerfen wie die Schuhmacherei mit 10 100 279 undder grösste Theil dieser Summe, nämlich 8 861 771, den Be-trag der Erzeugnisse der Schuhmacherei auf Rechnung derUnternehmer ausmacht.

Aus einigen Rubriken geht übrigens hervor, dass derfreien Bevölkerung eine nicht zu unterschätzende Konkurrenzgemacht wird. Vor allen anderen ist das der Fall bei derFabrikation der Besen und Bürsten, indem die Gefangenen-zahl in den Distrikten, wo man sich damit beschäftigt, zu derZahl der freien Arbeiter wie 1 zu 3,6 oder wie 27,95 zu100 sich verhält; ferner bei der Fabrikation der Ackerbau-geräthe, wo das Verhältniss 1:6,2 ist, d. h. 16,02%; danndie Sattlerarbeit, im Verhältniss von 1 : 9,2, d. i. 10,08 %.Darauf folgt die Fabrikation von Wagen, Ziegeln, Kisten,Fässern, Möbeln; dann die Schuhmacherarbeit im Ver-hältniss von 1 : 16,2, d. i. 6,17 °/o. Am unschädlichstenist die Bearbeitung des Tabaks und der Kleidungsstücke, dieim Verhältniss von 1 : 22 und von 1 :42,9, d. i. von 4,55 %und von 2,33 % stehen.

Wann wird eine europäische Nation je solche Zahlenerreichen ?