Zweites Kapitel. Kriminaloide. , 301
(unter denen 75 °/o Alkoholiker) mit weit mekr (161 %) ver-treten sind, ebenso Taschendiebe (148 %), und nur die Betrügerkommen dem physiologischen Mittel (114 °/o) nahe oder stehennoch unter diesem zurück.
Krankheiten (Parese, Atherom, Varikositäten, Wund-narben, Adenome), die fast immer vom Trinken oder vomAufenthalt im Gefängniss herrühren und der Zahl der Rezidiveund der frühreifen Fälle entsprechen, erscheinen doppelt sohäufig als bei den Normalen und beinahe ebenso häufig wie beidem geborenen Verbrecher, nur etwas seltener in der GruppeKörp erverl etzung.
Dass diese im allgemeinen geringere Intensität der Zeichennicht eine der gewöhnlichen Illusionen ist, mit denen uns dieStatistik nur zu reichlich beschenkt, um uns nicht ..-Zweiflerwerden zu lassen, geht aus dem einfachen gesunden Verständehervor (der oft mehr werth ist, als die Zahlen), der es bewirkt,dass wir uns als .fast normale Menschen empfinden.
Andererseits geht es auch aus den anthropometrischenUntersuchungen hervor. Makro fand die Schädelkapazität beiden Taschendieben grösser (1571 ccm), ebenso den Schädelumfang(56,1 cm) und die Querkurve; nicht weniger als bei den ein-fachen Dieben.
Den kleinsten senkrechten Schädeldurchmesser dürften dierückfälligen Mörder mit 4,3 °/o und 'die nicht rückfälligen mit1,6 aufweisen.
Die Gesichtslänge ist grösser (Ferri) bei, den Mördern alsbei den Raufbolden und Taschendieben, die Brachykephalieweniger ausgesprochen bei den Betrügern (Marko) und dieMikrokephalie der Stirngegeud Aveniger häufig.
Die Jochbeine ragen weniger oft so stark hervor bei denDieben und Arbeitsscheuen (18 °/o) als bei den Mördern (29 %)und Stupratoren (30°/o)-
Den Bartmangel betreffend, steht der Betrüger fast demNormalen gleich (4,3); der einfache Dieb hat 1,1%.
Die Stickstoffmenge im Urin des geborenen Verbrechersbeträgt 0,38 auf 1 Kilo Körpergewicht, bei Militärvergehen undGelegenheitsverbrechen 0,52,'beinahe gleich derjenigen normaler