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2 (1890)
Entstehung
Seite
79
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Zweites Kapitel. Biologie. 79

3. Schädel. Vorherrschend sind grosse Schade 1-Innenräume, vor allem bei den Raufbolden und Strassen-räubern, 1 und das mehr als bei den (eigentlichen) Verbrechern;kleine kommen selten vor, und zwar bei den Brandstifternund Dieben.

Sehr häufig ist die Brachykephalie, in 2 Fällen kamsogar Hyper-Brachykephalie vor, und zwar bei Siciliern.

4. Schädelanomalien zeigten sich unter den 136 (mitEinschluss der 36 von Tamburini) Beobachteten in geringererZahl als bei den Verbrechern; vornehmlich waren es Traumen,aufgetriebene Stirnhöhlen, Makro- und Platykephalie.

Traumen....... 10,7 % Scaphokephal..... 3,3 %

Oxykephal...... 5,7 Hypomikrokephal. . 3,3

Plagiokephal.... 9,9 Trochokephal..... 5,7

Makrokephal___ 9,0 Platykephal....... 6,6

Fliehende Stirn . 7,4 Enorme Stirnhöhlen 14,8

5. Sensibilität u. s.w. Die allgemeine Sensibilitätmit dem Rumkorff' sehen Schlittenapparat an 31 irren Ver-brechern gemessen, fand ich rechterseits abgestumpft in 20%,linkerseits in 25 %, die Tastempfindung stumpf (über3 mm hinaus) auf der Rechten in 48 %, auf der Linken in42%; feiner auf der Linken (Mancinismus) in 38%, wo-bei die mittlere Grenze rechterseits 3,70, linkerseits 30,60 be-trug; weniger stumpf bei Halbirren und Excentrischen um2,25 rechts, 2,33 links.

Die Reflexe waren erhöht bei 55 % (der 22 unter-suchten irren Verbrecher), schwach bei 13 %, normal bei 33 %.

Schmerzemfindlichkeit völlig verschwunden bei 25 % (inTamburinis 36 Fällen bei 27 %); links erhöht, oder vonMancinimus begleitet bei 41 %. Die Schmerzlosigkeitwird bei dieser Art Irren vielleicht in selteneren Fällen undwährend eines kürzeren Lebensabschnittes beobachtet, wenn sieaber auftritt, so ist ,sie vollständiger. Man denke an den Fall

1 Schädelkapazität 13501400 2,43 7° 15501600 24,39 %

14001500 12,19 16001700 14,63

14001550 43,9 1700-1750 2,43