36 Erster Theil. Verbrechen aus Leidenschaft.
Milnner Frauen
9 2 bitten ihre Freunde sie zu beklagen und ihrer zu gedenken.
10 1 bitten um Gebete der Kirche.
10 1 verlangen sofort auf den Friedhof getragen zu werden.
9 2 schmähliche Beweggründe.
9 2 schaudern vor der That, die sie begehen.
— 9 jammern darüber, der Verführung erlegen zu sein.
8 1 bjtten, dass man ihren Selbstmord nicht in der Zeitung ver-öffentliche.
7 1 schildern die Angst ihrer Seele.
5 2 glauben an Fatalismus. .
6 2 sind gleichgültig darüber, was man von ihrer That denken wird.
7 1 bitten um Verheimlichung .ihrer That vor ihren Kindern.
5 3 wünschen mit einem Ring oder sonst einem Andenken beerdigt
zu werden.
6 1 bitten auf dem Armenfriedhofe beerdigt zu werden.5 1 empfehlen ihre Seele Gott.
5 — entschlossen sich nach langem Zögern.
3 1 fühlen sich als unnütze Last auf der Erde.
3 — Besorgniss wegen bevorstehender Leiden.
3 — Furcht vor dem Mangel an Muth.
2 1 bitten eine Locke ihres Haares aufzubewahren.
3 — Darstellungen der Hoffnungen, die sie schwinden sehen.
1 1 sind betrübt ihre Dankbarkeit nicht beweisen zu können. •
2 1 Furcht vor Ausstellung in der Morgue.
2 — Betrachtungen, was aus ihrem Leichnam werden wird.1 — fordert die Veröffentlichung seiner Briefe in Tagblättern.1 — stösst Beleidigungen gegen Geistliche aus.
6 — Ungewissheit über ihr zukünftiges Geschick.1197 350 = 1547
In diesen Briefen befinden sich, nach Belehre, 3 ver-schiedene Arten von Gefühlsergüssen, nämlich:
im allgemeinen richtige Gefühle bei Männern 474, Frauen 152 = 62(3traurige „ „ „ 279, „ 95 = 374
gemischte „ „ „ 451, „ 106 = 557
Daraus ergiebt sich wiederum bis zu einem gewissen Punktedie Bestätigung des Vorwaltens guter Gesinnungen bei Ver-brechern aus Leidenschaft, gegenüber den geborenen Verbrechern.
Eine gewisse Anzabl Selbstmörder (36 Männer, 7 Weiber)hinterliessen in ihren Briefen Wünsche und Empfehlungen, diesich theils als Gefühle der Dankbarkeit für genossene Woblthaten