252 Zweiter Theil. Pathologische Anatomie und Messungen.
höhlen. Sie hebt neue Thatsachen von Aehnlichkeit zwischenIrren, Wilden und Verbrechern hervor. Die Prognathie, dieUeberfülle an schwarzem, krausem Haar, der spärliche Bart,der häufig braune Hautteint, die Oxykephalie, die schrägenAugen, der kleine Schädel, die grossen Kiefer und "Wangen-beine, die fliehende Stirn, die ungestalten Ohren, der verwischteGeschlechtsunterschied in der Gestalt, die grössere Spannweitesind, zusammen mit den anatomischen, ebenso viele neue Merk-male, welche dem europäischen Verbrecher fast den Stempel deraustralischen und mongolischen Rassen aufdrücken.
Ausserdem zeigen uns das Schielen, die Schädelasymmetrieund die schweren histologischen Läsionen, die Knochenaus-wüchse, die Folgezustände von Meningitis, Herz- und Leber-leiden u. a. m., dass wir es bei dem Verbrecher mit einemMenschen zu thun haben, den entweder Entwickelungs-hemmung oder erworbene Krankheit, besonders der Ner-vencentren, schon vor seiner Geburt in einen anomalen,dem des Irren ähnlichen Zustand, versetzt hat, — kurzmit einem wirklich chronisch-kranken Menschen.