234 Zweiter Theil. Pathologische Anatomie und Messungen.
Bei 7 war der Hautteint ungewöhnlich dunkel, bei 1bronzefarben.
Anomalien an den Genitalien beobachtete Marro inmehr als 10 %; so bei Händelsuchern in 2 %; bei Betrügernin 2,6 °/o, bei Stupratoren in 5 %. bei Dieben in 1 %•
1 Stuprator, 1 Dieb, 3 Mörder und 1 Räuber aus Neapelzeigten fast mongolischen Typus. Die Augenhöhlen standenschräg, der Schädel war rund, die Stirn viereckig, dieBackenknochen vorstehend, der Unterkiefer viereckig und langund plump, — die Hautfarbe gelblich, — ebenso wie Car-touche und Abadie mit ihrer fliehenden Stirn, dem kleinenSchädel und der vorspringenden Mundpartie einen affen-artigen Eindruck gemacht haben sollen.
III.
Verbrechertypen und Photographien.
Um dem gegen unsere früheren Untersuchungen mit eini-gem Recht erhobenen Einwände zu begegnen, dass die für dasVerbrecherthum als charakteristisch erachteten Merkmale auchbei normalen, ehrlichen Leuten sich vorfinden möchten, — umferner den Verbrechertypus nicht bloss in Einzelbeiten, sondernin seinem Ganzen vor die Augen zu rücken, wie er sich vondemjenigen normaler Menschen unterscheidet und wie oft ernicht bloss bei berüchtigten und rückfälligen sich äussert, son-dern auch bei gewöhnlichen Verbrechern und zwar solchen,die es nicht bloss im Sinne der Anthropologen, sondern auchim Sinne der Juristen sind, geben wir aus einer Sammlungvon 424 Verbrecherbildnissen einen Ueberblick über die beiihnen gefundenen Anomalien, sowie über diejenigen, die wir an200 Studenten aus der Lombardei, bei 100 aus Piemont und bei222 Verbrechern ausserdem wahrgenommen haben (s. Tab. 29).
Von 220 Verbrechern männlichen Geschlechtes sind 23Amerikaner, 1 Engländer, 2 Franzosen und Belgier, 18 Italiener,164 Deutsche, 8 Juden, 4 Russen; — von 204 weiblichen Ge-schlechtes 16 Amerikanerinnen, 59 Deutsche, 129 Italienerinnen.