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1 (1894)
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187
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Zweites Kapitel. Gehirn und Eingeweide. 187

und gleichzeitiger Tendenz zum Zusaramenschliessen, was beiihren Gehirnen häufiger vorgekommen sei.

Die fragliche Tendenz fand Giacomini auch häufig annormalen Gehirnen, sogar oft an einem Lappen, während siean einem anderen fehlte.

An 164 Hirnen 934 überzählige Furchen rechts1005 links

617 Uebergangsschlingen und 3 Anastomosen rechts621 links

Indes giebt auch er zu, dass die Schlingen bei denVerbrechern zahlreicher sind; er fand nämlich an 28 Ver-brechern die Furchen im Mittel von 5,03, Schlingen von 4,64an der rechten Hemisphäre, Furchen im Mittel von 4,89,Schlingen von 3,92 an der linken Hemisphäre; mithin einegeringere Zahl von Furchen und eine grössere von Schlingen,als das Medium für beide beträgt.

Ferrier, der mit Benedikts Theorie über die Anomalienan Verbrechergehirnen nicht einverstanden ist, theilte (in Arch.neurol. 1882) den Fall einer unzüchtigen Verbrecherin mit,bei der die rechte Grosshirnhälfte kleiner (510) als die linkewar. Die letztere zeigte keine weiteren Anomalien, als eineVerdoppelung der inneren Stirnwindung. Rechts dagegen wardie Rolandosche Spalte durch eine (tiefe) Uebergangsschlinge,die von der daselbst atrophisch aufsteigenden Stirnwindungausging, unterbrochen und in der Mitte von zwei Querspaltendurchsetzt; die aufsteigende Scheitelwindung an ihrem oberenDrittel von einer tiefen Spalte gekreuzt, von einer mindertiefen an ihrem unteren Ende; die zweite Stirnwindung wardoppelt. Die dritte Stirnwindung zeigte eine von unten nachvorn verlaufende Einsenkung, auf deren Boden viele kleinereund derbere Schlingen sich fanden, als die Uebergangsschlingender übrigen Furchen waren. Die Fossa Sylvii theilte sichhinten in zwei sehr lange Aeste, um die herum zwei starkeSchlingen sich wanden, so dass der Scheitellappen von dreiAnsen durchbrochen war. Die Fissura interparietalis war voneiner tiefen Schlinge unterbrochen. Der obere Scheitellappenwar normal. Die erste Uebergangswindung von der Parieto-occi-