180 Zweiter Theil. Pathologische Anatomie und Messungen.
keit zwischen diesen und den antiken Schädeln derselbenGegenden. — So zeigten 3 bis 4 Schädel aus der Emilia unddem alten "Felsina wie bei den modernen Bolognern einegrössere Entwickelung des hinteren Kopfumfanges. Einer derselben gleicht den alten etruskischen Schädeln bezüglich desIndex Ton 79,5, der Kapacität von 1386 und der Stirnrinne.So sind auch die modernen Schädel von sardischen Ver-brecherinnen denen der antiken Sarden ähnlich bezüglich desmittleren Kopfdurchmessers, des Maximal-, des Quer-, des
Tabelle 24.
Normale
Irre
Verbrecher
Wilde
%
7»
%
%
Asymmetrie
3,7
7,0
23,0
—
Mikrokephalie
—
6,0/4,0
8,0
häufig
Schaltbein (Os interparietale)
10,0
30,0
42,0
22,0/60,0
Verschmelzung des Atlas
0,8
2,7
5,0
—
Mittlere Hinterhauptsgrube
5,0
12,0/14,0
16,0
'1,0/26,0
Verbildung des Foram.magn.
—
13,0
7,3
—
Kreuznaht
8,0/10,0
7,5/5,0
12,5
1,9/5,1
Vorzeitige Nahtverwachsung
2,0
15,0
28,9
8,0
Persistirende Nähte
5,0
4,5
5,0
—
Wormscher Knochen am
Stirnbein
0,4
1,5
6,6
—
Wormscher Knochen am
Pterion
16,0
18,0
23,0
66,0
Stirnfortsatz des Schläfen-
beines
1,4
2,3
3,4
3,7/12,0
Parietallöcher erweitert
29,0
39,0
14,0
—
Persist. Intermaxillarnähte
52,0/60,0
60,0
24,0
—
Minimal-, des queren Stirn- und Gesichtsdurchmessers und be-züglich der Kurven (s. Tabelle 23).
Darin finden wir den anatomischen Nachweis für die demVerbrecherthum anhaftende Empfänglichkeit für Ererbung vonKörperformen, die nicht bloss der Urbevölkerung, sondern auchdem antiken Menschen aus historischer Zeit eigen waren.
Tabelle 24 giebt ein übersichtlicheres Bild aller dieserAehnlichkeiten und Verschiedenheiten.
9. Einige andere Merkmale, vor allen die mittlereHinterhauptsgrube, dann die doppelten Gelenkflächen der