Erstes Kapitel. Untersuchung von 383 Verbrecherschädeln. \ 39
sunden und bei Mördern vor; um die mittleren Normalzahlenherum (1451 bis 1550) ist der Unterschied gering, etwa 35 zu 30.
Wir haben nur zwei Fälle von Gelegenheitsverbrechern,die wir abgesondert betrachten werden; die Schädelkapacitätbeträgt bei ihnen 1355 und 1520.
Auch im arithmetischen Mittel, welches nach Calori imNormalzustande 1550 (nach Amadbi nur 1474) beträgt, sinddie Zahlen bei den Verbrechern niedriger, nämlich 1455, beiden Mördern etwas höher (1457) als bei den Dieben (1499).
Tabelle 2.
Schädel-kapacitätccm
Verbrecherinnen7o
Gesunde°/(Amadbi)
Frauen
0
(MORSELLI)
Irrsinnige
(Amadei)
1000—1050
—
0,91
---
—
1051—1100
1,72
1,82
1,1
2,50
1101—1150
6,89
5,45
4,6
3,54
1151-1200
12,25
10,0
4,6
3,93
1201—1250
20,60
10,9
9,2
8,21
1251—1300
25,86
10,9
20,7
13,57
1301-1350
12,25
20,0
14,0
19,63
1351—1400
10,34
10,9
16,1
17,49
1401—1450
5,17
9,09
8,0
15,35
1451-1500
3,44
6,36
5,7
10,00
1501—1550
—
5,45
6,9
3,21
1551—1600
—
5,45
5,7
1,43
1601—1650
1,72
1,82
2,3
—
1651-1700
—
—
—
1,07
1701—1750
—
0,91
1,1
—
Aus diesen Vergleichungen erhellt, dass die Schädelkapa-cität bei den Verbrechern üherhaupt geringer ist, besonders beiden Dieben, weniger bei den Mördern, und dass sie infolge desvorwiegenden Vorkommens der kleinen und des seltenern Vor-kommens der grossen Schädelräume von der normalen abweicht
Sehr kleine Schädelräume finden sich bei 50 verbreche-rischen Weibern und zwar weit häufiger als bei normalen Frauen,nämlich im "Verhältniss von 42 zu 29. Bei den etwas höherenSchädelräumen war der Unterschied gering, bei 1251 bis 1400;für die sehr grossen Bäume war das Verhältniss der Verbreche-