130 Erster Theil. Uranfang des Verbrechens.
Die körperlichen Anomalien, die sich bei den Kindernmit schlechten sittlichen Anlagen vorfanden, waren folgende:
8 mal ältliches Gesicht. 4 mal Prognathismus.
8 „ grosser Unterkiefer. 3 „ Trochokephalie (Kreiselform).
6 „ Erhabenheit der Nähte. 3 „ flaumige Behaarung der Stirn.
6 „ Plagiozephalie. 2 „ schwache Entwickelung.
6 „ asymmetrisches rhachitisches 2 „ düsterer Blick.
oder schiefes Gesicht. 2 „ abstehende Ohren.
6 „ vorragende Stirnhöhlen. 1 „ vorragende Jochbögen,
4 „ schmale niedrige oder ab- grosser Kopf, unförmlicher
geflachte Stirn. Mund.
Mehrere Male (8) fanden sich drei von diesen Charakterenbei einem und demselben Kinde vereinigt, und zwar in 4 vondiesen 8 Fällen mit dem den angeborenen Verbrechern eigenenTypus: Plagiokephalie, grimmiger Blick, Strabismus; in 2 Fällenvorragende Stirnhöhlen, grosser Unterkiefer und voluminöseJochbögen; in 1 Falle Verwachsung der Nähte, Trochokephalie,abgeflachte Stirn.
Eine eingehendere Untersuchung von Zöglingen einerErziehungsanstalt, nämlich des Collegio internationale zuTurin, ergab auf 100 Individuen 53 in körperlicher und ingeistiger Beziehung absolut normale, 44 mit einigen Degenerations-zeichen :
10 mal Erhabenheit der Nähte. 3 mal Prognathismus,
10
»
abstehende Ohren.
3
JJ
Asymmetrie des Gesichts.
5
n
flaumartige Behaarung des
2
»
Plagiokephalie.
Gesichts.
2
n
vorragende Stirnhöhleu.
4
n
Kephalonie.
2
7)
flache Stirn.
4
M
grosser Unterkiefer.
1
»
kretinhaftes Aussehen.
3
i)
flache Stirn.
1
»
Strabismus.
3
jj
vorragende Jochbögen.
1
n
Platykephalie.
3
•»
frühreife Physiognomie.
1
n
schlecht geformte Zahne.
Nur in 3 Fällen summirten sich diese Anomalien. Nurin 6 von diesen 44 Fällen finden sich einige Gemüthsanomalien:Heftigkeit, zänkisches AVesen, Nachlässigkeit im Lernen, Nei-gung zur Lüge. Zwei Knaben waren-sogar, trotz solcherAnomalien, von sehr gutem Charakter, und fünf (woruntereiner mit Plagiokephalie), waren ebenfalls gut und überdies