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1 (1894)
Entstehung
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40
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40 Erster Theil. Uranfang des Verbrechens.

Vor Kekrops, im XVII. Jahrhundert vor Christi Geb.,lebten die Griechen in Mischehen. Die Kinder kannten dahernur ihre Mütter und erbten den Namen derselben. 1 Es istdas allerdings nur Sage, dieselbe wird aber durch viele Spurenbestätigt, die bis in die histoischen Zeiten hinein reichen.

Lykurg erlaubte den Ehemännern, ihre Weiber kräftigerenMännern zu leihen, und Plato warf ihm vor, dass er nichtgeradezu die Promiskuität eingeführt habe. Auch gab es inSparta eine Zeit, wo die vom Heere heimgeschickten jüngerenKrieger bei den Frauen die abwesenden Männer derselben ver-traten. (Justin, III. C. 4.)

Bei den Massageten heirathete jeder Mann nur ein Weib;doch wurden die Weiber gemeinschaftlich zum geschlechtlichenVerkehre verwendet. Die Gemeinschaft der Weiber war eineständige Einrichtung bei den Nasaumonen und Agathyrsen,damitsie alle untereinander wahre Brüder heissen dürften und wederHass noch Neid unter ibnen bestünde". (Herodot.)

Bei den Gindanern in Afrika trugen die Weiber an denBeinen so viel lederne Zierrate wie die Zahl der Männerbetrug, mit denen sie geschlechtlich verkehrt hatten. (Herodot,IV. 176.)

Sextus Empiricus erzählt auch von den Aegypterinnen,dass diejenigen, welche viele Liebhaber gehabt hatten, ähnlicheZierrate trugen; je mehr eine solche Andenken besass, destomehr wurde sie geschätzt [Hyp. Pyrrh. I. 14.)

Desgleichen tragen die Weiber in Tibet um den Halsdie Hinge ihrer Liebhaber; umsonst werden diese Ringe abernie geschenkt. Je mehr Ringe ein Weib besitzt, desto glän-zender wird ihre Hochzeit gefeiert.

Auf den Andamanen (und auch bei einigen Indianer-stämmen Kaliforniens) gehören die Weiber allen Männern desStammes, und wenn sie Einen derselben abweisen wollten, so>würden sie sich hiermit eines grossen Verbrechens schuldigmachen. Zuweilen giebt es auch temporäre monogame Ver-bindungen, besonders wenn das Weib schwanger wird; doch

1 Augustinus, XVIII. 9.