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1 (1894)
Entstehung
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37
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Zweites Kapitel. Verbrechen und Prostitution bei Wilden. 37

Im Sanskrit heisst kschi vernichten, tödten, ver-wüsten, besitzen; ska sJci, W = wohnen, wohnhaftmachen; und s/ca=beleidigen, vernichten; ski = stehlen.

(VANICEK, IL; BöTTLINGK.)

Im Koptischen heisst amahi entwenden, jagen, be-sitzen; wjoom fischen, am Strande j agen, mit Gewaltnehmen, weilen.

Im Hebräischen heisst jaras nahm, trieb fort, be-sass; bazan und akas = entriss, raubte, besass. ImPeruvianischen (Tschudi a.a.O.) heisst corawjagte, be-kriegte, besass. In der Tahitisprache heisst tao =Lanze, Besitz; cftamjji = Held, Dieb.

Sanskrit gut siegen und essen wie dies dieSilbe der Negritosstämme in Ostindien war erinnert andas tahitaner pau = besiegt werden, gegessen werden,weist darauf hin, welch andern Zweck man mit dem Tödtenverband. Ebenso deutet das ga-wisclita = Schlacht undAufsuchen von Kühen auf den Zweck der damaligen Kriege.

Das griechische neigdoo (woher das Wort Firat) heisstwagen. Das lateinische /«r=Dieb (nach Vanicbk von 6a/tr =tragen), sowie das hebräische ganaiv und das sanskritische sten= hängen mit beiseite legen, verstecken, bedecken(gonaiv) zusammen. Auch das griechische xXimeiv heisstverstecken und stehlen, klemmen (studentisch); es solleinerseits vom sanskritischen harp Map abstammen, welchesdie gleichen Bedeutungen hat.

Das deutsche stehlen heisst etymologisch ebenfalls ver-stecken, und das schwedische stiäla, welches ursprünglich inder Bedeutung von verstecken gebraucht wurde, heisst heut-zutage stehlen. Das lateinische latro (-onis) kommt vonüafere= verborgen sein; dies bezieht sich jedoch auf dassich verstecken der Räuber im Hinterhalte.

Die Mythologie, diese vorhistorische Wissenschaft, zeigtuns sogar die Vergötterung des Verbrechens.

Auf den Eidschi-Inseln giebt es einen Gott der Ehebrecher(Tumanbanga) und einen Gott der Mörder (JRawurawu.) Lavernawar bei den Römern die Göttin der Diebe. Die Peruaner