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1 (1894)
Entstehung
Seite
21
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Erstes Kapitel. Das Verbrechen und die niederen Organismen. 21

Aehnliches kommt unter den Hennen vor, die keinenHahn haben.

Im Turiner zoologischen Museum werden zwei gepaartemännliche Maikäfer im mumificirten Zustande aufbewahrt.(Camerano.)

Die mit dem Namen Taureliennes bezeichneten Kühe werdenso genannt, weil sie sich ihren Gefährtinnen gegenüber wieStiere verhalten. In grossen Hühnerhöfen, in welchen die Männ-chen spärlich sind, benehmen sich oft die Hennen wie Hähne;und ebenso treiben männliche Thiere widernatürliche Unzuchtin den Gestüten, in welchen zu wenig Stuten sind. (Scarcey.)

Ein ähnliches Verbrechen wie beim Menschen die Thier-schändung ist die geschlechtliche Vermischung zwischen Schwanund Gans, zwischen Elen oder Auerochs und Kuh, welcheein steriles Produkt liefern, eine Vermischung also, welchebeiden Arten zum Schaden gereicht. (Houzeau, H. 205.) Houzeatjsah Hunde sich mit Wölfinnen paaren, sowie er einen Hundbeobachtete, der die geschlechtliche Vermischung mit einerTigerin begehrte.

In der Umgegend von Turin sieht man oft Kröten, welcheihren Samen auf die Eier von Fröschen, die in denselbenPfützen leben, ausspritzen. (Lessona.)

So erzählt Espinas (Societes animales, S. 380) von weib-lichen Maulthieren, welche, einem falschen, verkehrten Mutter-schaftstriebe folgend, durch List kleine Füllen ihren Mütternentwenden und zu sich anlocken, um sie sich folgen zu lassen.Da sie dieselben nicht füttern können, so lassen sie sie all-mählich verhungern und begehen mithin Kindermord und RaubMinderjähriger.

Die Papageien, die sich sonst fast ausschliesslich vonPflanzenstoffen nähren, überfallen nicht selten andere Papageienund sangen ihnen mit dem Schnabel das Gehirn aus. (Brehm,

n. 42.)

Brehm führt an (IV. 694), dass die Störche oft ihre Jungenvor den Augen der Mütter tödten; ebenso auch diejenigenihrer Gefährten, welche im Augenblicke der Auswanderungnicht fortfliegen wollen oder können. Im allgemeinen zwar