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1 (1894)
Entstehung
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4
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4 Erster Theil. Uranfang des Verbrechens.'

Die Utricularia neglecta zieht die Insekten mittelst eigenervierspaltiger Fortsätze an; indem die Thiere mit diesen Fort-sätzen spielen, gerathen sie unversehens auf eine elastischeKlappe, die sich hinter ihnen schliesst und sie in einemSchlauche begräbt, worin sie sterben. (Darwin: FleischfressendePflanzen.)

Diese Thatsachen, in denen ich das erste Aufdämmernverbrecherischen Wesens zu erblicken glaube, erwähne ich soeingehend, weil man bier vielleicht, bei Unbekanntschaft mitihrer absoluten Abhängigkeit von den histologischen Bedin-gungen, Vorbedacht, Hinterhalt, Tödtung aus Habsuchtund gewissermaassen auch jene Freiheit der Wahl (Versehmä-hung kleiner Insekten und stickstoffloser Substanzen) vermutheukönnte, welche von vielen Seiten irrthümlicher- und phanta-stischerweise zur Grundlage der Verantwortlichkeit gemachtworden ist.

2. Weit deutlicher tritt die Analogie zu Tage, wenn mandie Thierwelt ins Auge fasst. Betreffs der Gründe, warumein Thier das andere tödtet, hat Fbrri (a. a. 0.) nicht wenigerals 22 unterschieden, deren viele den in unseren Gesetzbüchernverzeichneten entsprechen.

So vor allem die Tödtung zur Beschaffung derNahrung, wovon die Beispiele so zahlreich und bekannt sind,dass ich sie nicht aufzuführen brauche. Sie entspricht unserenVerbrechen aus Hunger oder Nothstand. So fernerdie Misshandlungen und die Tödtung um der Herr-schaft über den Stamm willen, die unsere Verbrechen ausEhrgeiz u. dergl. wären und die sich bei Pferden, Stieren,Hirschen finden.

Sobald ein neuer Affe in die Käfige der zoologischenGärten eingelassen wird, untersuchen die Gefährten seineMuskeln und Zähne, ziehen zu diesem Zwecke seine Lip-pen auseinander, um sich zu überzeugen, ob man ihn zufürchten habe oder ungestraft misshandeln könne. Wehe denkleinen schwachen Affen mit kurzen oder wackelnden Zähnen,wenn sie nicht etwa Vertheidiger finden unter den Cynoce-phalen oder Pavianen, welche gerne mit stolzer Herab-