Vorwort des Verfassers. XXIX
Die Herren aber, die uns verstohlen anklagen, dass wirmit unserer Neuerung nach Volksgunst haschen, sollten denndoch lieber nicht vergessen, dass die Hefe der Akademien wiedie der Hallen von jeher die bitterste Feindin jeder Neuerungist, und dass jedweder Fortschritt nur auf Kosten dessen zuStande kommt, der ihn veranlasst. Sie scheinen zu vergessen,dass man uns als Zielscheibe für das Rachegelüst der Dunkel-männer und für den Hohn leichtfertiger Strohköpfe hingestellthat, in deren Augen etwas Neues nur dann Werth hat, wennes, flach wie ein Ding der Mode, weder Mühe noch ernsteArbeit erfordert.
Unbegreiflich ist es zudem, wie manche unserer Gregnerunter dem Vorwande, die freie Selbstbestimmung aufrecht er-halten zu wollen, sich für Vertheidiger der Freiheit ausgebenkönnen. Mögen sie doch um sich sehen, dann werden sieeinsehen, dass die Theorie vom freien Willen nichts ist, alseine von den Feinden der Gedankenfreiheit und von den recht-gläubigen Kirchen vorzugsweise ausgenutzte Lehre. Sie mögenleugnen, wenn es ihnen möglich ist, dass ihre Anhängerseltener unter den Opfern, als unter den Spiessgesellen desDespotismus zu finden sind.
Schliesslich bleibt mir nur noch übrig zu gestehen, dass ichtrotz aller Mühe, die ich auf die Lösung meiner Aufgabe ver-wendet habe, doch mir bewusst bin, dass ich noch weit von demZiele, wie es mir vorschwebt, entfernt bin. Je mehr ich aufdem Wege fortschreite, desto grössere Lücken erblicke ich.
So liegt zwischen dem genialen Verbrecher und dem,welcher zum Pöbel des Verbrecherthums gehört, eine un-ermessliche Kluft. Und eben so gross ist der Abstand zwischender Welt der Betrüger und der der Mörder.
Den Rechtswissenschaften fremd, konnte ich auch jenepraktischen Anwendungen nicht vollständig überblicken, ohnewelche jede Theorie unnütz bleibt.
Diese Lücken ergänzen reichlich einige Zeitschriften, wie