Druckschrift 
Wilhelm von Calckum, genannt Lohausen
Entstehung
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204war dieser Grabstein noch vorhanden und der Sammler der Lohausen-schen Familiendocumente in dem oft citirten Copiar hat ihn selbst dortgesehen. Mit einigen Abweichungen in den Vornamen stimmt die vonQuistorp in dem Leichen=Programm gegebene Abstammung damit über-ein, welche wahrscheinlich nach den Angaben der Hinterbliebenen auf-gestellt wurde.A majoribus descendit splendissimis, quamvis, siabsque his fuisset, ipse virtutibus suis generi laudatissimum initiumdare potuisset heißt es dortPaternum juxta ac maternumgenus longo ordine nobilissimi majores ornant und weiter:Nobi-litant genus nostri emortui longo ordine majores endlich noch:Majoribus his genere & virtute nobilibus, Emortuus Dn. GeneralisMajor genus suum debet, a quibus tantum abest ut declinarit, utet magnum generi virtute sua decus addideritLohausen selbst hinterließ keine Kinder. Der kriegerische Ruhm,den er sich erworben, scheint jedoch in den nachkommenden Seitenver-wandten einen militärischen Geist hervorgerufen zu haben, der sich inverschiedenen Kriegsdiensten documentirte. Von den Söhnen seinesBruders Ludolf waren die beiden ältesten, Heinrich Adolf und Rein-hard Werner, Rittmeister in Holländischen Diensten. Beide starbenohne Nachkommenschaft. Der dritte Sohn Ludolfs, Hermann Gump-recht, (wahrscheinlich identisch mit dem von uns schon gekanntenVetteunseres Kriegsmannes im Goltzischen Regiment) starb 1675 als Herzog-lich Braunschweig=Lüneburgischer General=Major. Er setzte das Geschlechtfort. Von seinen Söhnen finden wir den ältesten als Capitän inHolländischen Diensten und Kammerjunker des Prinzen von Oranienin dem Raubkriege Ludwigs XIV. gegen die Niederlande in der Schlachtvon Senef 1674, wo derselbe getödtet wurde. Hermann Gumprechtszweiter Sohn, Ernst, scheint nicht Soldat gewesen zu sein; er starb1710, nachdem sein einziger Sohn Moritz Vincenz 1709 als Hollän-discher Fähnrich in der Schlacht bei Malplaquet gefallen war. HermannGumprechts dritter Sohn, Reinhard Wilhelm, starb 1721 als Hollän-discher Oberst und Brigadier über ein Regiment zu Pferde; er hattedem ganzen Spanischen Erbfolgekriege beigewohnt. Der vierte Sohn,Wilhelm, blieb ebenfalls in der Schlacht von Senef; der fünfte, Cas-par Ludwig, fiel 1690 bei Fleurus; der sechste und jüngste SohnChristian Ludwig, stand in Niederländischem Seedienst als Capitän inWestindien.Das Geschlecht wurde von dem dritten Sohne, Reinhard Wilhelm,fortgesetzt, welcher die Erbtochter von Schlickum geheirathet hatte. Dieaus dieser Ehe entsprossenen sechs Söhne haben alle in Kriegsdiensten