200 —kasten etliche viel Tausende zu fodern haben, dahero dann umb sovielweniger an deßelben wiederaufrichtung zu zweiffeln, Wir dennoch nichtden geringsten Heller zu Unserer und Unseres geliebten Jungen Vetternund Pflegsohns Lbd. Bezahlung darauß heben lassen wollen, ehe undbevohr die Lohaußische Erben des wegen der Commendanten Bestal-lung habenden Rest's, so viel ihnen nach bescheener abrechnung nochnachstendig sein wird, vollenkomblich und biß uff den letzten hellertotaliter bezahlet“. Somit hofft der Herzog „vor Jedermenniglich ent-schuldiget und aller ungleichen Nachreden geübrigt zu sein“Die Rückstände aus des Herzogs Special=Dienst von 1630 bis1632, auf 3200 Thlr. berechnet, nebst der Vergütigung von 2800 Thlr.für die Zeit von 1632 bis 1636, also im Ganzen 6000 Thlr. entbietetsich der Herzog „in gnaden dergestalt abzutragen, daß nach bescheenemabzug beweißlichen Empfangs Wir den Erben Unsern Hoff und GutPoißkendorff vor eine gewisse billigmäßige Jährliche Pension einräumenund Ihnen denselben so lange unverrückt in handen lassen, biß sie dieserforderung halben auß der Pension völlig contentiret werden.“„Und wie wir nun Versichert sein“ — heißt es schließlich — „daßwir zu einem mehren nicht gehalten, Also versehn wir Unß zu denErben, sie werden diese Unsere erklerung zu danck annehmen, Unß mitweiteren anmuthungen verschonen, und also durch gute accommodationunß mehr Ursach und anlaß geben, Unsere gegen den Verstorbenen ge-habte und noch habende affection auff sie verstammen zu lassen, alßdurch angedeutete beschwerliche, durch diese erklerung gleichwol unver-schuldete Nachrede zu einiger anderen Intention unß wieder Unsernwillen bewegen zu lassen“ 19In Folge dieser Erklärung erhielt nun der Amtmann zu Neuklosterunter dem 18. Juni 1640 vom Herzoge den Befehl, „der verwittweterGeneral=Majorin von Lohausen wegen ihres Mannes rückständiger For-derung das Gut Poischendorf im Amte Bukow zuzuweisen.Ob und in welcher Weise nun die Rückstände, sowohl für dieSpecialdienste des Herzogs, als für die Commandantur von Rostockaus dem Landkasten, „vollkommblich und biß auf den letzten Hellertotaliter bezahlet“ worden sind, wie es durch das oben angeführteSchreiben in Aussicht gestellt war, geht aus den vorhandenen und auf-gefundenen Schriftstücken nicht hervor. Erst vierzehn Jahre nach LohausensTode, unter dem 5. August 1654, quittirt die nun auch schon zurWittwe gewordene Stieftochter, Rebekka von Steding — „Selig CasperDetloff von Warnsteten wittwe“ über den Empfang von 2000 Rthlr.,nachdem sie „umb abgebung ihres stranges demütig ansuchung gethan“
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