198hagen, Harberding, Lütkemann und Samuel Müller. Von diesen schreibtRahne:„Arma Virumque canam, sed paucis, occidit eheu!Magnanimus, fortis, generosus, strenuus, armisDoctrinaque potens, probus & laudabilis Heros“ 13)Bei einer nach dem Begräbniß angeordneten Parentation sprachder bald nachher zur Professur der Eloquenz berufene Laurenz vonBodock die Festrede 14). In der Kirche aber predigte Constantin Fidlerüber den Text: 2. Timoth. 4. v. 7. „Ich habe einen guten Kampfgekämpfet 2c.“, welche Rede unter dem Titel: Miles christianus, dasist Leich= und Ehren=Predigt von rechtschaffenen, Gott wohlgefelligenQualiteten, beyde eines Tapfern Weltlichen Kriegsmanns, im Kampfevieler leiblichen Feinde und dann auch eines rechtschaffenen „GeistlichenKriegsmanns und guten Streiters Christi 2c.“, im Druck erschien und„der Wittwe, dem Ernst Wilhelm von Calcheim genandt Lohausen“(dem obenerwähnten Major im Goltzischen Regiment) und der Stief-tochter Rebecca von Stedingk und deren Bräutigam Caspar Detlosvon Warnstedt dedicirt war 15)In dieser „Leich= und Ehren=Predigt“ lesen wir über unsernKriegsmann, „denn weil derselbe sowohl an vielen andern Orten, alßauch bei uns in seinem Ampt und Standt sich sehr löblich und rühm-lich verhalten, auch einen ehrbaren Wandel geführt, und ein feiner,nützlicher, berühmter Mann gewesen, so ist er auch nicht allein denlieben Seinigen, sondern, wie sonst vielen andern, also auch allen Ein-wohnern dieses Landes und dieser Stadt, Ja auch unserm löblichenRegierenden Fürsten und Herrn, bei welchem er absonderlich in ansehn-licher geheimer und Kriegs=Raths Bestallung gewesen, sehr leidt abgan-gen, also wenn es dem lieben Gott also gefallen, neben den liebenSeinigen auch wir semptlich sein leben ihm gerne lenger hetten gönnenund wünschen mögen, damit er diesem Lande und guten Stadt mitgutem Rath und That seiner hohen Experientz und Geschicklichkeitnoch hätte beyspringen können, sonderlich in diesen annoch gefährlichenLeufften, da solche feine Männer sehr nützlich und nöthig seyn, welcheser auch seinem Wunsch nach gerne gethan, wann ihm der liebe Gottnoch eine zeitlang sein Leben gefristet hette 2c.“Am nordwestlichen Ende des hohen Chores der Marienkirche wur-den Lohausens sterbliche Reste beigesetzt. Ein Epitaphium, an dembetreffenden Kirchenpfeiler errichtet, feierte sein Andenken. Unter demWappen (goldener Schild mit rothem Querbalken und drei rothenRingen, als Helmschmuck ein wachsender, die Zunge ausstreckender
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