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Wilhelm von Calckum, genannt Lohausen
Entstehung
Seite
189
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189der Ritterschaft in Rostock anwesenden wendeten sich an Lohausen mitder Bitte, dieses wenn möglich auszuführen.In Folge dessen schickte Lohausen am 26. April den RittmeisterKnut nach Plan, um mit dem Commandanten zu unterhandlen. DasGebot war jedoch dem geldgierigen Warasiner nicht hoch genug, wes-halb der Herzog am 28. Mai den Landmarschall Maltzan und denLandrath Curt Behr mit der weiteren Unterhandlung betraute. Diesewurden auch einig über den Preis von 1000 Ducaten, aber es tratnun die schwierige Frage auf, woher das Geld zu nehmen sei? Hiersollte nun wieder Lohausen Rath schaffen und den Landmarschall ClausHahn veranlassen, die Summe herzugeben, „als ein getreuer Patriot,der noch baare Geldmittel hatte,“ denn Maltzan und Behr hatten demHerzog im Namen der Ritterschaft erklärt, „daß sie keinen MenschenInzwischen bemühten sich auch die Schweden ausbezahlen wollten“.Wismar den Platz in ihre Hände zu bekommen und hatten eine Streif-partei entsendet, welche sogar während der Unterhandlungen vor denThoren von Plan 15 Pferde und einige Stück Rindvieh raubten. Dajedoch Claus Hahn sich wahrscheinlich auch zur Hergabe der 1000Ducaten wenig geneigt zeigte, zerschlugen sich die Verhandlungen wieder.Die Schweden erschienen nun mit einer stärkeren Abtheilung vor Plau,eröffneten die Belagerung — die achte, welche die unglückliche Stadtwährend des 30jährigen Krieges zu erdulden hatte — und nahmen sieam 5. August 29)Diese Ausfälle und Requisitions= oder besser gesagt Raubzüge derBesatzung von Wismar bis tief ins Land hinein brachten überhauptin diesem Jahre dem Lande noch vielen Schaden, obgleich es nichtmehr der Schauplatz des großen Krieges war. Besonders hatte auchdie Stadt Sternberg darunter zu leiden gehabt und war so heruntergekommen, daß Bürgermeister und Rath unter dem 11. Mai den Herzogbaten, die beabsichtigte Salva guardia von einem „Sersianten undsechs Mußquetieren“ auf den „Sersianten und zweyen guten Soldatenzu beschränken, weil die Stadt die sieben Mann nicht unterbringen undverpflegen könne 36)Gegen Ende des Jahres 1639 begann Lohausens bis dahin sofeste Gesundheit zu leiden. Er wurde krank und konnte nur mit großerAnstrengung seinen Dienstgeschäften obliegen. Da hielt er es nun fürzeitgemäß, einen prüfenden Blick auf seine Vermögens=Verhältnisse zuwerfen und seine Angelegenheiten zu ordnen. Wir haben schon früher,zur Zeit der Uebernahme der Commandantur von Rostock, gesehen,wie es mit den Finanzen unseres Kriegsmannes nicht besonders gut