173Rthlr. vielleicht aus jenem Depositum entnommen worden. Im Anfangdes Jahres 1637 bat Lohausen die Güstrowschen Räthe, „ihm einigesSalar zu verschaffen, da er sein Vermögen schier zugesetzet und vonseinem Eigenen nicht mehr zehren könne.“ Darauf erhielt er nunAssignatien auf verschiedene Aemter, in der Höhe von 1000 Thlr.Unter dem 9. März 1637 bescheinigt er den Empfang dieser Anweisungen,indem er mit einem gewissen Humor dazu bemerkt: „Heute habe ichmeine Jünger ausgesandt; was sie fischen werden, das giebt die Zeit.Die Netze werden ihnen wegen des großen empfangs nit zerreißen“ s).Ende December 1636 schreibt Lohausen an den Herzog, er sei inGüstrow gewesen, weil der dort anwesende Fürst Ludwig von Anhalt,“ das Haupt der Fruchtbringenden Gesellschaft„der Nährendeihn dringend ersucht habe, auf einige Stunden hinüber zu kommen,„da er ihm sehr wichtige Sachen, die ihm nicht unangenehm seinwürden“ mitzutheilen habe. Lohausen folgte dem Ruf, in Erwartungwichtiger Nachrichten; und was war es? „Ludwig von Anhalt hattedas Vaterunser aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt, undwünschte Lohausens Ansicht über das Werk zu hören!"?)Feldmarschall Baner, durch den Einfluß des Französischen Gesandtenauf den König von Dänemark über eine etwaige Mitwirkung desselbenzu den Plänen des Herzogs Georg von Lüneburg gegen Schweden be-ruhigt, hatte sich aufs neue gegen die vereinigten Kaiserlichen und Sachsengewendet, welche schon bis Perleberg vorgedrungen waren und sich demBrandenburgischen Corps bei Havelberg anschließen wollten. In der22. September1636 den Feindblutigen Schlacht bei Wittstock hatte er am 3. Octoberzum Rückzuge genöthigt und war bis zum Schluß des Jahres schon tiefin Thüringen eingedrungen. Das beginnende Jahr 1637 sah ihnjedoch wieder auf dem Rückzuge nach Sachsen, da vom Rheine her einneues Kaiserliches Heer heranrückte und ihn für seine Rückzugsliniebesorgt machte. Ferner hatte der am 10/20. März erfolgte Tod des letztenPommern=Herzogs, Boguslav XIV., und die dadurch realisirte Anwart-schaft des Kurfürsten von Brandenburg auf Pommern die Sicherungdieses Küstenlandes für Schweden mehr in den Vordergrund gestellt.Auch waren mit dem Tode des Kaisers Ferdinand II. (Februar 1637)für die Schwedische Sache neue Verlegenheiten aufgetreten. Die Furchtvor den bösen Absichten dieses Kaisers gegen die neue Lehre, hatte jadie deutschen Evangelischen Fürsten und Stände hauptsächlich in dieArme Schwedens getrieben. Zu spät erkannte Ferdinand, daß er zuscharf vorgegangen sei, und die letzte Zeit seiner Regierung war aufVersöhnung gerichtet, wie denn auch das Kaiserlich=Sächsische Heer
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