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Wilhelm von Calckum, genannt Lohausen
Entstehung
Seite
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112zu einem neuen Heere, mit welchem er noch Ende 1631 und Anfangs1632 aufs neue im Felde erschien und in Hessen und an der Weserdie Truppenformationen störte.Buxtehude war von General Tott nach zweitägiger Belagerungund Beschießung am 4. März 1632 genommen und die Garnison mitAccord nach Stade abgezogen, wohin nun das Schwedische Corpsfolgte, bei welchem sich, wie wir gesehen, auch Lohausen mit seinemRegimente befand. Stade wurde sogleich enge eingeschlossen und aufder Schwinge, welche sich unweit der Stadt mit der Elbe vereinigt,acht Schaluppen postirt, um auch die Zufuhr zu Wasser abzuschneiden.Dann wurde der Angriff damit eingeleitet, daß am 8. März eineSchwedische Abtheilung von 250 Mann die Schanze an der Schwingeerstürmte, wobei viele Feinde erlegt wurden. Am 9. jedoch machten dieKaiserlichen einen Ausfall mit 1500 Mann, nahmen die Schanze wiederund machten die Besatzung, welche nicht rechtzeitig unterstützt wurdegrößtentheils nieder. In dem dabei stattgefundenen Gefecht wurdeLohausens Oberstlieutenant Bockwold (Buchwald?) erschossen und einCapitän nebst einem Lieutenant zu Gefangenen gemacht. Nun aber ließTott die Belagerungsarbeiten mit doppelter Kraft angreifen und würdevielleicht binnen Kurzem Stade erobert haben, wenn nicht Entsatzgekommen wäre.Pappenheim nämlich, welcher bis in das Stift Bremen vorge-drungen war und auf seinem Marsche viele noch in der Formation begrif-fene Regimenter auseinander gesprengt hatte, eilte auf die Nachricht vonder drohenden Gefahr für Stade sofort mit allen Truppen, die er zurHand hatte, herbei, durchbrach in scharfem Gefecht die Linien derBelagerer und nöthigte sie zum Rückzuge. General Tott begab sich miteinem Theil des Corps in das Alte Land an der Elbe, Lohausen nahmseinen Rückzug mit dem anderen Theil auf Buxtehude. In Hornburg,an der Aue, auf der Hälfte des Weges, setzte er sich wieder fest. Alsjedoch Pappenheim bald darauf Hornburg mit überlegenen Kräften an-griff und trotz der tapferen Gegenwehr der Garnison und der Bürgerkeine Aussicht vorhanden war, die Stadt länger halten zu können, räumteLohausen den Ort und marschirte nach Buxtehude, wo er hinter derEste eine neue feste Stellung nahm, ohne weiter verfolgt zu werden!).In Buxtehude scheint unser Kriegsmann längere Zeit verbliebenzu sein, da Briefe des Herzogs Adolf Friedrich und der Herzogin AnnaMaria vom 22. März, 26. März und Anfangs April dorthin gerichtetsind. Sie enthalten der Hauptsache nach alle die dringende Bitte,Lohausen möge doch dahin wirken, daß die Mecklenburgischen Städte