93hierdurch stadtlich gelegenheit guetes Volck auch ganz in der Stille zukriegen, sich anhandt giebt.“ Es soll ferner zur Beförderung der Werkeden Werkmeistern Anweisung ertheilt werden, woher sie die „Soden“(Rasen) zur Aufsetzung derselben nehmen sollten.In einem anderen Punkte dieses Schreibens tritt wiederum Lohausenshumane und gerechte Gesinnung hervor. Durch die Anlage der neuenBefestigungen war es nothwendig geworden, mehrere Häuser, meist vonarmen Leuten bewohnt, abzubrechen, ja sogar der sogenannte BaumannsKirchhof blieb nicht verschont, die Leichen wurden herausgenommen undauf dem zum Friedhofe angewiesenen Platze auf der Contreescarpe vordem Osternthore wieder beerdigt. Der Commandant wurde bei Besich-tigung der Arbeiten vielfach von den Leuten angegangen, doch dafür zusorgen, daß ihnen neue Bauplätze angewiesen und sie für das Verloreneentschädigt würden. Er hielt es daher für seine Pflicht, dem Rath indiesem Sinne Vorstellungen zu machen, „daß dehnen insonderheit geringundt armen Leuthen, die wegen gemeiner Stadt Fortification abbrechenmüssen, nicht allein andere Stellen angewiesen, sondern auch zu wieder-auffrichtung der abgetragenen gepührender Vorschub undt Erstattunggeschehen moege, sintemahlen meinen Großgünstigen herren ohne meinErinnern wissend, daß eß eine Billigkeit, was zu gemeiner Stadt Bestengereichet, dieselbe es auch abtrage, und nicht Privat=Persohnen alleindamit belade. Meine großgünstige herren werden daran ein Christliches,Rechten und Billigkeit gemeßes werck erweisen, mich vieles anlauffens,so von der Werck offteren Besichtigungen mich nicht weinig abhelt ent-übrigen, auch daß ich's wollmeinent erinnere, danach ich gestriges Tagesvon unterscheidlichen Leuthen, insonderheit Büßeken Lögers und derMindemanschen mit weinenden Augen, Vorbitt vor sie einzulegen, binersucht und also dazu veranlasset worden, mir in Unguten nicht bei-messenDas „Defensionswerck“, unter welchem Namen man damals allezur Wehrhaftigkeit nothwendigen Vorbereitungen und Einrichtungenzusammen faßte, scheint nun wirklich in den gewünschten ordnungsmäßigenund beschleunigten Gang gekommen zu sein; denn es liegen keine weiterenMahnbriefe an den Rath vor. Auch wurde die nur auf ein Jahrabgeschlossene Bestallung nach ihrem Ablauf zu Ostern 1629 auf einzweites Jahr erneuert, da unser Kriegsmann inzwischen sich einen eigenenLohausen verehelichte sich nämlich 1629 inHerd gegründet hatte.von Stralendorf, Tochter Christophs vonBremen mit MagdalenaStralendorf auf Gamehl, Klein=Krankow und Strömkendorf bei Wis-
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