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Wilhelm von Calckum, genannt Lohausen
Entstehung
Seite
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84Auf dem Blatte rechts befindet sich dasGemälde, ein Baum(Brasilienholz) am Seestrande mit dem Spruchbande, welches dasWortIm Hintergrunde ſieht man ein heranſegelndesenthält:Im Stande.Schiff und herumliegend Holzblöcke, während in einem Schuppen linksdie Bearbeitung des Holzes dargestellt ist. An den Baum angelehntsindSpieß und Krückstock, unten am Baume ist ein Spruchbandmit demNamender Feste. Das Sinngedicht aber, dessen Autor-schaft der auf seine Deutsche Reimkunst sich etwas zu Gute thuende FürstLudwig von Anhalt sich nicht nehmen ließ, lautet:Brasilgen Holtz ist fest, und drauff sich zu verlassen,Ich hab es mir erwehlt, darauff mich auf der StrassenZu lehnen, wan im gehn ich ſetze fort den Fuß,Den ich alleine noch fortsetzen kann und muß.Nach diesem Holtze nun heiß ich der Fest' im Stande.Den ich zum Dienst halt fest, Gott und dem Vatterlande,Den draus gemachten Spieß führt mein' Hand in der Schlacht,Der mich zu diesem Stand mit Ehren hat gebracht?)*)1629.W. v. L.Diese Mitgliedschaft der Fruchtbringenden Gesellschaft brachteunseren Kriegsmann in vielfache Berührung, theils mit alten Bekann-ten, noch von der Belagerung von Jülich her, wo sich eine Zahl ritter-licher Männer zusammengefunden hatten und im heißen Vorkampfe alsChampions für ihre kirchlichen und politischen Interessen die Erst-lingswaffenthaten verrichteten 10), theils mit Männern, welche wir aufdem späteren Lebenswege Lohausens als seine Freunde und Gönnerwiederfinden. Zu letzteren gehörten namentlich der MecklenburgischeKanzler Johann Cothmann und auch Herzog Adolf Friedrich vonMecklenburg, beide im Jahre 1629 als Mitglieder der FruchtbringendenGesellschaft eingetreten, der Eine wenige Zeit vor Lohausen als derBeharrliche mit Wintergrün, in Hitz und Kälte, unter Nr. 168, derHerzog aber kurze Zeit nachher, alsder Herrliche mit Betonienkrautunter Nr. 175. Diesem sendete denn auch Lohausen seine Uebersetzungdes Sallust d. d. Bremen den 6. October 1629, mit einem Schreiben,woraus hervorgeht, daß sie sich schon früher gekannt, (gewiß im Haupt-quartier Königs Christian IV. von Dänemark, 1625) unter ErwähnungIn dem bei Matth. Merian, Frankfurt a. M. 1646 erschienenen Werke:Der Fruchtbringenden Gesellschaft Nahmen, Vorhaben, Gemählde und Wör-ter 2c. sind diese Verse etwas abweichend von dem hier angeführten Inhaltemitgetheilt, doch bleibt der Sinn sich gleich.