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Wilhelm von Calckum, genannt Lohausen
Entstehung
Seite
63
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63erlesenen Dänischen oder solchen fremden Offizieren versehen, die sichin der Pfalz und in Böhmen wohl versucht hatten. Auch Mansfeldund der bekannte Christian von Braunschweig treten wieder auf denSchauplatz; sie hatten in England und Frankreich neue Schaaren gewor-ben und griffen auf ihre Weise thätig in die Operationen ein.Was nun den Verlauf des bald ausbrechenden Krieges betrifft,welcher als derDännemärkische Krieg von einigen gleichzeitigenso können wir uns auf eine allgeSchriftstellern bezeichnet istmeine Uebersicht beschränken. Der Feldzugsplan des Königs Christianbestimmte ein Vorgehen längs der Weser, um sich mit Mansfeld undChristian von Braunschweig zu vereinigen, welche mit 12,000 MannFußvolk, 2000 Reitern und 14 Geschützen in das Clevische eingerücktwaren und in der Gegend von Wesel und Rees auf beiden Rheinufernlagerten. Vereint wollte man alsdann Tilly angreifen, der in Hessenund in der Wetterau Winterquartiere bezogen hatte. Doch ehe dieserPlan zur Ausführung kam, war Tilly, nachdem er große Verstärkungenan sich gezogen, schon aufgebrochen und auf dem linken Ufer der Weserbis in das Stift Paderborn vorgegangen. Den General Erwittedetachirte er von hier aus mit einer starken Abtheilung in die Graf-schaft Ravensberg, wo der Kurbrandenburgische Oberst von Genth mitBrandenburgisch=Holländischen Söldnern sich des festen Schlosses Sparen-berg bei Bielefeld bemächtigt und es für den Kurfürsten in Besitzgenommen hatte. Es war dies eine Scene aus dem großen Dramades Jülich=Clevischen Erbfolgekrieges, wie sie so häufig als Episodendes 30jährigen Krieges vorkamen und gelegentlich mit abgespielt wur-den*). General von Anholt wurde mit einer anderen Abtheilung gegenChristians IV. von Dänemark nennt den Markgrafen Christian als General-lieutenant der Infanterie, Johann Ernst von Weimar als General derReiterei und Obentraut als dessen Generallieutenant. Lohausen wird zwarhier nicht namhaft aufgeführt, aber seine Stellung als General=Kriegs-Commissar unterliegt nach anderen Quellenangaben durchaus keinem Zweifel.Möglicherweise war auch zur Zeit dieser ersten Formation sein Dienstver-hältniß in Oldenburg noch nicht gelöst, und er ist erst im Laufe des Feld-zuges in Dänischen Dienst gekommen.Aus einer, nach vorhandenen authentischen Quellen zusammengestelltenBestandsliste der Kurbrandenburgischen Kriegsmacht pro 1627 ist erwiesen,daß das Regiment des Obersten von Genth ein Brandenburgisches, für dieJülich=Clevische Sache geworbenes war und schon seit 1611 aus den Hollän-dischen Subsidien erhalten wurde. v. d. Oelsnitz, Gesch. des 1. Infanterie-Regiments.