20mann zu Lülsdorf und Löwenburg, wirkten ebenfalls für das Interesseder Fürsten. Johann Friederich von Calckum genannt Leuchtmar (derspätere Erzieher des großen Kurfürsten), Wilhelm von Bernsaw zuHardenberg, nebst dem Dr. Nicolas Langenberg, zogen im BergischenLande umher und nahmen an verschiedenen Orten im Namen derFürsten die Huldigung entgegen*).Von größerer Wichtigkeit waren diejenigen Schritte, welche imHerzogthum Jülich gethan werden mußten, um die Herrschaft derPossedirenden auf festeren Grund zu bauen. Hier finden wir denGrafen Adam zu Schwarzenberg, den späteren so hart geschmähtenMinister, welcher damit seine politische und administrative Laufbahneröffnete, eifrig im Interesse der Fürsten — also gewissermaßen gegenden Kaiserlichen Hof — wirkend. Ihm zur Seite standen die Herrenvon Quadt zu Beck und zu Flamersheim, die Gebrüder von Palant,Wilhelm von Hall, Johann von Mangelmann zu Lürich und der Jülich-sche Erbmarschall, Herr Hans Georg Hurt von Schöneck. Die StädteSinzig, Caster, Aldenhoven u. m. a. wurden von ihnen im Namender Fürsten besetzt. Herr Hans Dieterich von Ahr, Amtmann zuPattern, Wilhelm Drimborn zu Dürwiß, Herr von Mülstroe, Franzim Mülleneisen, Bürgermeister von Düren, waren nicht minder thätigund ließen am 4. August die bisher den Ständen verpflichteten Söld-ner in Bergheim den Fürsten schwören. Carsilius von Palant ver-sammelte am 18. August die Unterthanen des Amtes Geilenkirchen undnahm sie für die Fürsten in Pflicht. Mit Wilhelm Mockel, gewesenemBürgermeister von Düren, verhinderte er das Anschlagen der Plakateund der Kaiserlichen Mandate und überredete die Bürger von Eus-kirchen, Münstereifel und Sinzig zum Abfall.In der Grafschaft Ravensberg wirkten Wilhelm von Ledebur, Fuchszum Bockel, Georg von Lüninck, Balduin vom Closter, der Herr vonEtzbach zu Dückenburg und Ludolf von Calckum genannt Lohausen,der schon bei der Besitzergreifung durch Stephan von Hertefeld am5. April in Düsseldorf von diesem für eintretende Eventualitätensubstituirt worden war?). Die genannten Herren richteten zunächst ihrAugenmerk auf die Sicherung der Feste Sparenberg bei Bielefeld, aufwelche der Graf von Rietberg bereits Anschläge machte, setzten dendortigen Amtmann, einen Herrn von Wendt, welcher sich ihren Anord-Näheres über die Huldigung zu Elberfeld am 3. August 1609 s. in Band Ider Zeitschrift des Berg. Geschichts=Vereins pag. 251.
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