Druckschrift 
Wilhelm von Calckum, genannt Lohausen
Entstehung
Seite
18
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18welche er schon in Hambach den Jülichschen und in Mülheim denBergischen insbesondere gethan hatte*). Die am 23. Juli im Auftragedes Grafen an der Kanzlei und auf dem Rathhause angeschlagenenKaiserlichen Mandate wurden jedoch sogleich wieder abgerissen, wobeinamentlich der Dr. jur. Adolf Steingen sich betheiligte.Den zu Duisburg versammelten Clevisch=Märkischen Ständen wargleichfalls die Proposition vorgelegt worden und hatte dort sehr guteAufnahme gefunden. Mit Ausnahme von nur einigen Mitgliederngingen sie bereitwillig darauf ein, und als am 13. Juli beide Fürstennach Duisburg kamen, konnten sie dort schon mit großer Freude diegünstige Stimmung der Stände erkennen und die Huldigung entgegen-nehmen. Unter dem 14. Juli stellten sie dagegen einen Revers aus, inwelchem sie die Rechte und Privilegien der Stände und Lande garan-tirten. Der wichtigste Artikel dieses Reverses bestand darin, daßbeide Fürsten im Namen ihrer Principale versprachen:die katholischeReligion wie auch andere christliche Religion, wie sowohlim Römischen Reich als diesen Fürstenthümern an jedemOrt in offentlichem Gebrauch und Uebung, zu continuiren,zu manuteniren und zuzulassen, und darüber niemandin seinem Gewissen noch Exercitio zu turbiren, zu mole-stiren, noch zu betrüben 6)Minder günstig für die Fürsten war der Verlauf auf dem Jülich-Bergischen Landtage zu Düsseldorf. Namentlich war es hier die JülichscheRitterschaft, welche sich durchaus nicht geneigt erwies, die Propositionihrem ganzen Inhalte nach anzunehmen. Es würde uns zu weit führen,hier auf die speciellen Discussionen, Botschaften und Repliken einzugehen,welche in Folge dessen zwischen den Mitgliedern unter sich und denJülichschen und Bergischen gegenseitig gewechselt wurden. Auch dieClevisch=Märkischen Stände in Duisburg wurden mit Deputationenbeschickt, welche jedoch dort wenig Erfolg hatten. Ja die persönlicheVerhandlung, worauf die Fürsten sich einließen, unter Berufung aufdie in Duisburg erzielte Vereinbarung, führte zu keinem günstigerenIn verschiedenen Flugschriften jener Zeit war behauptet worden, der Grafvon Hohenzollern habe namentlich dadurch zu wirken gesucht, daß er dasreligiöse Princip in den Vordergrund gestellt. Diese Behauptung entbehrtjedoch jedes Beweises, und in einer besonders zu diesem Zweck heraus-gegebenen Druckschrift (auf dem Provinzial=Archiv zu Düsseldorf) wird sie,als unwahr und verläumderisch, vollständig widerlegt; sein Wirken erstrecktesich nur auf Erhaltung der Autorität des Kaisers.