Köln den Wilhelm von Kalckum genannt Loese mit Lovenburg im AmtLiedberg, welches dieser durch seine Verheirathung mit der ErbtochterJutta von Lovenberg erhalten hatte?) u. s. w.In Bezug auf die Spaltung des Geschlechts in die verschiedenenZweige erzählt die Familien⸗Tradition Folgendes:Rutgerus de Callicheim, miles, habe anno 1206 in dem Kampfezwischen Philipp von Schwaben und Otto von Sachsen auf der Seitedes Hohenstaufen in der Schlacht bei Wassenberg „seine Tapferkeitsehen lassen“; alsdann habe er dem Kreuzzuge beigewohnt, den 1229der erste Bergische Graf aus dem Hause Limburg, Heinrich I., unter-nommen. Bei seiner glücklichen Rückkehr in die Heimath habe er seinedrei bei Kaiserswerth gelegenen Höfe: Callichem, Loosen undLeuchtmar, — welche jetzt noch als Calckum, Lohausen und Leuchten-berg vorhanden sind — unter seine drei Söhne getheilt. Der älteste,Walter, erhielt das Hauptgut Callichem (Calckum) und wurdeStifter der Linie Callichem zu Callichem, welche jedoch noch in dem-selben Jahrhundert erlosch. Der jüngste Sohn Otto erhielt Leucht-mar (Leuchtenberg) und stiftete die Linie von Callichheim geheeten vonLeuchtmar (von Calckum genannt Leuchtmar), welche bis in das 17. Jahr-hundert blühte. Zu dieser gehörten Johann Friedrich von Calckumgenannt Leuchtmar, Herzogl. Jülich= und Bergischer Küchenmeister, derErzieher des großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm vonBrandenburg, und Gerhard Romelian von Calckum genannt Leuchtmar, welcher als Kur=Brandenburgischer Geheime=Rath sowohl vomKurfürsten Georg Wilhelm als vom großen Kurfürsten zu vielenGesandschaften und Unterhandlungen verwendet wurde, und dem wirauch in dieser Biographie begegnen werden*). Der zweite Sohn,Rabod, erhielt Loosen (Lohausen) und wurde der Stammvater derLinie von Callicheim geheeten von Loosen (v. Calckum genannt Lohausen),zu welcher unser Kriegsmann gehört und die in ihrem Hauptzweigeerst im Laufe dieses 19. Jahrhunderts erloschen ist.Um die Mitte des 16. Jahrhunderts saß auf dem RittersitzeLohausen Heinrich von Calckum genannt Lohausen, Erbherr auf Lohau-sen und Lauffenburg (Lovenberg). Er besaß außerdem noch „HerrnGodtharts Gut“, gelegen im Amte Kempen und an das Haus Vlaß-radt lehnrührig, so wie den „Blauwitz=Hof“, im Kirchspiel Aldekerk*) Gerhard Romelian war u. A. auch im Gefolge der Prinzessin Catharinavon Brandenburg, der Schwester Georg Wilhelms, 1626 bei ihrer Ver-mählung mit Bethlen Gabor von Siebenbürgen.
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