grafen Johann Georg von Brandenburg=Jägerndorf, im vierten derOldenburgische und der Dänische Dienst einer näheren Erörterung zuunterziehen sein; der fünfte Abschnitt würde Lohausens Gefangenschaft,der sechste den Bremen'schen und ersten Mecklenburgischen Dienst,der siebente den Schwedischen Dienst, der achte den zweiten Mecklen-burgischen Dienst und der neunte endlich Lohausens Lebensende unddaran zu knüpfende Rückblicke zum Gegenstande haben.I.Lohansens Familien=Verhältnisse und Jugendjahre.Das ritterliche Geschlecht derer von Calckum (Callichheim, Cal-chem, Kalcheim), in seinen Verzweigungen von Calckum genanntLohausen und von Calckum genannt Leuchtmar, gehört zu denvielen jetzt ausgestorbenen Bergischen ritterbürtigen Familien, derenNamen wir in den Urkunden des 12., 13., 14., 15. und 16. Jahr-hunderts und später häufig begegnen. Schon 1176 resignirt Wilhelmde Callicheim 30 Morgen des Seister=Hofes zu Nierst der GräfinIn einer UrkundeHildegund für die abteiliche Kirche zu Meer!)von 1235 wird Arnold von Lohausen aufgeführt?). Eine Urkunde desBurggrafen Gernand von Kaiserswerth vom Jahre 1271 nennt Hen-ricus, advocatus de Callicheim, und Adolf, Arnold und Anton deCallicheim 3). Am Tage Mariae Empfängniß 1362 stellt Graf Wil-helm von Berg, Jülich und Ravensberg an Ritter Rabod von Looseneine Schuldverschreibung aus über „hondert ind drissich gelde schildegoet ind swair van golde ind van gewychte“, für Verlust von Pfer-den, welchen Rabod und sein Bruder zu Lebzeiten seines Vaters und fürihn selbst im Kriege erlitten!). Im Jahre 1378 gewinnt „Ruprechtder Junge, von der Gotz Gnaden Pfalzgraf bei Rhein und Hertzog inBayern“ den Ritter Rabod von Callicheim zum Burgmann von Kaisers-werth. Derselbe Rabod wird auch genannt in einer Urkunde von1398, ausgestellt von Johann von Sayn, Graf zu Wittgenstein undHerr zu Homberg, den Zoll zu Kaiserswerth betreffend: er wird darinals „Hovemeister der Hertzouginne van dem Berge“ bezeichnets). Anno1454 bekennt Gerhard von Jülich und Berg dem Ritter Ailf vonLoosen eine Schuld von 250 Gulden rheinisch 6). „Am Montag, denzweyten tag im May anno 1541“ belehnt Erzbischof Hermann zu*) Die benutzten Quellen sind am Schlusse angegeben.
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten