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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
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458
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372-

Wände

und

Fufsbödcn

373-Decken

undDächer

374-

Gänge

und

Treppen.

375-

Thier-

behälter

Daffelbe ift im Grundrifs elliptifch geftaltet, hat ca. 81,o m Länge und 38,9 m Breite. Man gelangtdurch zwei Eingänge und auf Stufen, die in den Felfen gehauen find, in das Innere, in welches das Lichtdurch eine hinreichende Anzahl von Deckenöffnungen eintritt. Die in der Mitte angeordnete Fontaineverforgt fämmtliche Behälter mit Waffer und dient auch zur Lüftung der gefammten Anlage.

Die Wände find bei unterirdifchen Anlagen fo ftark zu conftruiren, dafs fiefo wohl dem äufseren Erddruck, wie dem inneren Wafferdruck genügend Widerftandleiften.

So weit die Wände lieh im Erdreich befinden oder zum Aufbewahren vonWaffer dienen, find dicfelben in beftem Cementmörtel forgfältig auszuführen undmit Cement glatt zu putzen. Namentlich find die Thierbehälter möglichfl folid aus-zuführen , damit fie das Waffer gut halten, um fo mehr, als das Salzwaffer dasMauerwerk an undichten Stellen fehr ftark angreift. Beim Ausbau diefer Bebältermit Felfengruppen find die Wände immer vorher mit Cement zu putzen und dannerft die Felfen mit Cement einzumauern. Ein doppelter Belag der Wände mitZiegeln in Cementmörtel vermehrt die Undurchläffigkeit fehr wefentlich.

Bei allen Räumen, welche für das Publicum oder zum Betrieb dienen, find,um das Reinhalten zu erleichtern, die Fufsböden aus glattem Cementeftrich oderaus Terrazzo herzuftellen. In Studirzimmern u. dergl. können auch Bretterfufsbödenverwendet werden.

Bei unterirdifchen Anlagen find die Decken in Cementmörtel zu wölben unddamit zu putzen, damit fie nicht allein den Erddruck aushalten, fondern auch fürWaffer undurchläffig find. Bei Anlagen über Erde find die Decken in gewöhnlicherWeife aus Holz mit Putz zu conftruiren. Wegen Abhaltung der Wärme von obenfind Luftfchichten zwifchen Decke und Dach anzurathen.

Bei unterirdifchen Anlagen befinden fich Dächer nur über den Thierbehälternund beftehen dafelbft aus ftarken Eifenfproffen mit Gufsglas. Zur Abhaltung derSonnenftrahlen empfiehlt es fich, die Umfaffungsmauern höher zu führen. In ge-eigneter Entfernung find Aufftellfenfter in den Glasflächen anzuordnen. Die Gewölbefind aufsen mit Cement oder Afphalt abzudecken. Die Glasdächer find fo hochüber den Behältern anzubringen, dafs in letzteren bequem gearbeitet werden kann,alfo mindeftens 1,5 bis 2,o m über dem Wafferfpiegel.

Bei oberirdifchen Anlagen find die Dächer mit Schiefer oder Holzcement ein-zudecken, und es ift darauf zu fehen, dafs möglichft wenig Wärme hindurchgeht;letztere wird am beften durch Luftfchichten abgehalten.

Für das Publicum find die Gänge genügend breit (nicht unter 2 m ) anzulegen;für den Betrieb muffen diefelben höher, wie die Böden der Behälter liegen, umletztere gut überfehen zu können.

Auch hier ift wegen der Reinlichkeit Ausführung in Cementputz fehr zuempfehlen.

Die Treppen find von Stein, in einer Breite, welche im Verhältnifs der zu er-wartenden Befucherzahl fleht, keinesfalls unter 2 m , auszuführen.

Die für die Thiere beftimmten Wafferbehälter, welche früher im Gebraucheftanden, waren oben offen und die Zufchauer beobachteten von oben das Lebenund Treiben der Thiere. Letzteres war indefs in nur unvollkommener Weife mög-lich, weil das Licht von derfelben Stelle in das Waffer eindrang, auf welcher fichder Beobachter befand. Das auf die Oberfläche des Waffers fallende Licht dringtnämlich nicht ganz in die Tiefe, fondern ein Theil deffelben wird nach oben reflectirt,