456
37°.Grundrifs-anordnuri£.
37i-
Aufeen-und Innen-Architektur.
und Studir-vor-
nöthigen Druckes in den Leitungen, Tief behälter fürSeewaffer zum Klären und Reinigen deffelben.
Im Wefentlichen bleibt fich die Grundrifsanordnungfür die Aquarien ziemlich gleich. Jedes folche Bauwerkbefleht hauptfächlich aus bequemen Ein- und Ausgängenzum Zufchauerraum, um welchen die einzelnen Behältermit den Thieren gruppirt find. Ferner find vorzufehendie nöthigen Wärtergänge zur Bedienung ; Refervebehälterfür Referve- und Futterthiere; Mafchinen-, Pump- undHeizungsräume, etwaige Confervir-, Präparirräume. In einem Unterbau ift der Behälter für dieräthige See waffer menge anzubringen.
Je nach der Gröfse der Gefammtanlage find dieGröfsenverhältniffe der einzelnen Räume zu bemeffen.
Die Planbildung wird, wenn auch nur in geringemMafse, von dem Umftande beeinflufft, ob das Aquariumeinen oberirdifchen (Hallen-) Bau bildet oder unter-irdifch auszuführen ift. Wenn auch Anlagen über derErde billiger herzuftellen find, wie unterirdifche, wennerftere auch fonft mancherlei Vortheile darbieten, fohaben fie doch den Nachtheil, dafs es in den einzelnenRäumen leicht zu heifs und die Temperatur des Wafferseine zu hohe wird; in Folge deffen ift die Sterblichkeitder Thiere eine grofse. In der Nähe des Meeres, wodie Erneuerung des Waffers und der Thiere in einfacherund nicht zu grofse Koften bedingender Weife bewirktwerden kann, find oberirdifche Bauwerke eher anzu-empfehlen, als für das Binnenland, wo durch unterirdifcheBauten eine niedrigere und auch gleichmäfsigere Tem-peratur des Waffers erzielt werden kann.
Bei unterirdifchen Anlagen befchränkt fich dieGeftaltung des Aeufseren meiftens nur auf künftlicheHügel mit Gartenanlagen, die man allerdings, wiez. B. in Frankfurt a. M., für gar mancherlei Zwecke be-nutzen kann.
Bei Anlagen über der Erde haben fich bezüglichder Architektur befondere und typifche Formen nichtausgebildet.
Die architektonifche Ausftattung im Inneren be-fchränkt fich bei den Hallenbauten auf einfache Thei-lung der Flächen durch Pfeiler und Gurtbogen, fo wieleichte Feldereintheilung mittels Leimfarbenanrtrich. Beieinzelnen Aquarien find die Zufchauerräume als Grottenund Felfenhöhlen ausgebaut. Die neben ftehende Tafel,fo wie Fig. 546 bis 548 502 ) ftellen das unterirdifche Süfs-waffer-Aquarium der Weltausftellung zu Paris 1878 dar.
502 ) Facf.-Repr. nach: Nouv. annales de la confl. 1878, PI. 17—18.
,~ r- •»
Hüll
1
^>\l-*<^*<;
*H<