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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
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eingerichtet werden, damit das Ergänzen zerbrochener Scheiben von der inneren(ilasfläche, das Verkitten und das Anftreichen der Eifentheile, fo wie namentlich dasReinigen der Gläfer bequem von aufsen beforgt werden kann.

Der Handgriff am unteren Ende eines beweglichen Elügels dient dann als Halt für dieLeiter, von welcher aus dernächft höhere Flügel aufgeftellt werden kann. An den innerenDachbindern follen an geeigneten Stellen Haken angebracht fein, an welchen Rollen undKetten zum Heben und Verftellen von fchweren Kübelpflanzen befeftigt werden können.

In der Sommerzeit werden viele Pflanzen, denen die örtliche Sommertemperaturzuträglich ift, zeitweife in das Freie gebracht. Es follte daher jedes Haus, nament-lich die kalten Abtheilungen deffelben, mit einer hohen Thür verfehen 'werden, umdas Herausbringen diefer Pflanzen auf dem kürzeften Wege zu ermöglichen.362 Früher war es allgemein üblich, grünes Glas für Treibhäufer zu verwenden ;

Glas.

heute fucht man faft überall den Einflufs des Lichtes möglichft ungefchmälert zugewinnen und verwendet daher nur durchfichtiges und helles Glas, und zwar vonmöglichft reiner Art, weil die Blafen des unreinen Glafes als Sammellinfen wirkenund Brandflecken auf den Blättern der Pflanzen verurfachen. Die Gröfse der Glas-tafeln beträgt 20 X 36 cm und follte 27 bis 42 cm nicht überfteigen. Das Glas autdem Dach mufs 3,5 mm ftark fein; bei einer inneren Beglafung genügen 2,o mm . DieUeberdeckung der Gläfer, wenn nicht Tafel an Tafel gefchliffen wird, beträgt 15bis 20 mm . In lothrechten Wänden werden die Tafeln durch Bleifproffen verbunden,oder die obere Tafel hängt in Blechhaften an der nächft unteren.

In Schlefien ift an mehreren Orten 3 bis 4 cm dickes Rohglas zur Abdeckungvon Pflanzenhäufern verwendet worden, und zwar in Platten von 1,55 X 0,oo m , mit9 cm Ueberdeckung bei einer Falztiefe von 9 cm und einer Falzbreite von (3 cm. Dieglatte Seite des Glafes ift nach aufsen gewendet. Die Ueberdeckung ift gut ver-kittet, damit eindringendes Schwitzwaffer bei hinzutretendem Froft die Platten nichtzerfprengt. Das einfallende Licht ift einigermafsen gedämpft.

In dem 30,oo m hohen Palmenhaus zu Herrenhaufen (flehe S. 407) find zumTheile geätzte undurchfichtige Gläfer verwendet worden, und zwar an unzugänglichenStellen, wo eine Schattengebung aus der Hand nicht thunlich ift.3631 Zur Sommerszeit muffen, wie fchon früher gefagt wurde, manche Pflanzen

Einrichtungen

f, ir gegen die zu ftarke Einwirkung der Sonnenftrahlen gefchützt werden, was durchgeeignete Befchattungseinrichtungen gefchieht; bisweilen verfolgt man mit der Be-fchattung den Zweck, die für die Pflanzen nothwendige Feuchtigkeit zu erhalten.Die Einrichtungen, welche hierfür zur Verwendung kommen, find:

1) Plölzerne Läden oder Schattenbretter, welche auf die Glasflächen gelegt,bezw. vor diefelben geftellt werden; diefelben find weniger vortheilhaft, als

2) Lattenrahmen; dies find rechteckige, aus Holzlatten zufammengefügteRahmen, welche mit Latten benagelt find; durch diefelben läfft fich ein gleich-mäfsigerer Wechfel zwifchen Licht und Schatten erzielen.

3) Rollvorhänge aus Drillich, Segeltuch, Jute etc., welche vor die Glasflächengehangen werden, zeigen den Mifsftand, dafs fie fich dicht an die Glasflächen legenund dadurch den Luftumlauf zwifchen letzteren und den Vorhängen hemmen; defs-halb wird die Sonnenhitze nicht genügend abgehalten. Auch find fie wenig haltbar.

4) Aus Rohr geflochtene und aus Holzftäben zufammengefetzte Decken findetwas haltbarer; insbefondere gilt dies von denjenigen, die aus 5 mm ftarken Lattendurch Eifendrahtringe zufammengefügt werden.

Befchattung.