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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
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in mäfsiger Gröfse zur Ausführung kommen, werden fie am befben einfeitig angelegt,mit einem Pultdach verfehen und an eine fchützende Steinwand oder Stützmauerfo angelehnt, dafs die Längsaxe von Often nach Werten, die Glaswand nach Süden

gerichtet ift.

Sollen zwei Gruppen von Häufern, deren Glasflächen einfeitig nach Südengekehrt find, hinter einander errichtet werden, fo wähle man den Abftand derHäufer derart, dafs eine Linie, gezogen vom Firft des Vorderhaufes nach dem Fufsdes Hinterhaufes, mit der Wagrechten einen Winkel von 1(3 Grad bildet, damit derEinflufs der Sonne an kurzen Wintertagen dem hinterliegenden Haufe nicht ver-kürzt wird.

Weintreibhäufer haben eine Querfchnittsbreite von nur 2,io m und eine Höhevon 2üo m . Das Fundament der Vorderwand ift kein durchgehendes; man gliedertdaffelbe in Pfeiler, welche den Dachbindern entfprechen, und zwifchengefpannteMauerbogen in der Abficht, den Rebwurzeln Raum zu gewähren, damit fie fichunter den Bogen hindurch in das Freiland verbreiten können.

Bei energifchen Treibereien, wie bei der Ananaszucht, erreicht der Quer-fchnitt das geringfte Mafs. Das nur wenig geneigte Dach fchliefst fich möglichftknapp den Pflanzen an, damit die warme feuchte Luft dicht über den letzteren ge-halten wird.

Wo Culturhäufer in gröfserer Anzahl und dicht gedrängt errichtet werden, wiez. B in Handelsgärtnereien und in botanifchen Gärten, find Querfchnitt, Anlage undOrientiruno- eine andere. Die Längsaxe geht von Norden nach Süden; die Häuferwerden zweifeitig o-eftaltet und mit einem Satteldach abgedeckt. Sowohl die Pflanzen-häufer mit Pultdach als auch jene mit Satteldach werden ohne oder mit vordererStandfenfterwand ausgeführt.

Um die Bodenwärme auszunutzen, um Windfchutz zu gewähren und damit derEinflufs der Sonne den nächften Nachbarhäufern möglichft wenig entzogen wird,verfenkt man die Häufer um einige Trittftufen in den Boden, nahezu um die Höhedes unterften Pflanzentifches, d. i. 60 bis 70 cm. Die Breite des Haufes bewegt flehzwifchen 5,o bis 7,o >" bei einer Firfthöhe von 2,5 bis 8,5'". Dem Nord- und Südgiebellegt man gern eine durch eine Glaswand gefonderte Abtheilung vor, in welcherArbeitsplätze zum Erdmifchen und Verfetzen und oft auch die Feuerherde unter-gebracht find. Hinter den gemauerten Fundamenten der Langfeiten, durch einenLuftabftand getrennt, läuft die Wärmeleitung; die Wege haben keinen künft-

lichen Belag.

Die Beo-lafung ift meiftens eine einfache. Ueberall aber, wo dies der Fall ift,muffen zweifache Vorrichtungen für Abdeckung vorgefehen werden. In Winter-nächten pfleo-t man Deckläden aus Brettern oder mit Leinwand befpannte Holz-rahmen auch Strohmatten, über den Glasflächen auszubreiten. Im Hochfommer wirdin den heifsen Tagesftunden, um einem Uebermafs von Licht und Wärme zu be-gegnen Befchattung gegeben durch Leinwand, Mefflngdrahtgewebe, durch Gitter-felder aus zufammengenagelten geriffenen Eichenftäben oder auch durch Latten-Jaloufien deren Verbindung durch ftarke geölte Schnüre hergeftellt ift und welcheam Firft der Häufer durch Zug aufgerollt werden.

Die Glasfelder find bei Culturhäufern meift in Holzrahmen gefafft und durcheiferne Zwifchenfproffen getheilt

34t.

Holz-oder Eifcn-

Das Conftructionsgerippe für die Glasfelder wurde und wird zuweilen auch gerippe?