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über den hinteren Eingangsrluren einerfeits eine Buchbinderwerkftätte, andererfeits ein Confervator-Zimmereingerichtet.
Ueberwölbte Kellerräume find unter dem ganzen Gebäude hergeftellt und durch die Treppen mitdem Erdgefchofs verbunden. Sie enthalten die Kammern für Heizung und Lüftung, fo wie Vorrathsräume.
Die Decken find durchweg mit Eifen und Backflein, die Dach-Conflructionen in Eifen und nur dieSparren und die Schalung der Schieferbedeckung in Holz ausgeführt.
Von der edlen, ganz in Häuflein ausgeführten Architektur der Hauptfront gibt Fig. 467 einen Begriff.Die Standbilder der Malerei, Architektur und Bildnerei, fo wie der Poefie, Wiffenfchaft und Gefchichtefchmücken die Attika, runde Kopfbilder von Künftlern und wSchriftftellern die Wandflächen darunter. Zubeiden Seiten der kreisrunden Fenfter find Flachbilder von allegorifchen Figuren, im Giebelfeld Ranken-Ornamente und der Kopf der Minerva angebracht. Ein Dreifufs bildet die Krönung des Giebels.
Die Baukoflen betragen ca. 1352000 Mark (= 1 689 566 Francs).
Fig. 467. iSp
Haupt-anficht.
#0987654321 0
H—
o 0 m
Fig. 468.
Querfchnitt
Mufeum und Bibliothek der Stadt Grenoble 45Arch.: Queflel.
335-
Beifpiel
X.
Eine eigenartige Anlage eines englifchen Provinzial-Mufeums- und Bibliothek-gebäudes zeigt das nach feinem Stifter benannte Nicholfon-Inftitute zu Leek. Daffelbeift auf einer im Mittelpunkt der Stadt gelegenen Bauftelle nach dem Entwurf undunter der Leitung von Sugden & Son dafelbfl errichtet und 1884 eröffnet worden
(Fig. 469 ** 8 ).
Das Gebäude enthält im Erdgefchofs, das ungefähr 3 m höher als die Strafse liegt, die Bibliothek,im Sockelgefchofs die Kunftfchule, im Obergefchofs (Fig. 469) das Mufeum. Die dreireihig ange-
45R ) Nach: Builder, Bd. 47, S. 522.