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durch offene Säulenhallen verbunden waren. Auf der Südfeite des Flufifes.waren drei Univerfitäts-Inftitute geplant.
325 Die gewöhnlichere Anlage der Mufeen für mehrere verfchiedenartige Samm-
für vereinigte lungen in einem Haufe, gleich wie die Vereinigung von Mufeum mit Bibliothek be-Sammiungen. dü r f eil nach allem Vorhergehenden keiner weiteren Auseinanderfetzungen. Sie wirddurch die nachfolgenden Beifpiele genügend verdeutlicht.
Die einfachere Aufgabe ift natürlich das Gebäude für Mufeum ohne Bibliothek.Das Mufeum zu Gotha ift auf der Terraffe füdlich vom Herzoglichen Schlöffevon Neumann erbaut und 1879 eröffnet worden (Fig. 451 bis 453 446 ).
Das Gebäude enthält, wie bereits in Art. 323 (S. 387) erwähnt, die Kunftfammlungen und natur-wiffenfchältlichen Sammlungen. Es befteht aus Erdgefchofs, I. und II. Obergefchofs und ift nach demVorbilde der in Kap. 4 (Art. 186, S. 209 u. Art. 192, S. 217) befchriebenen Galerie-Gebäude, insbefonderenach den Plänen des Dresdener Mufeums, in der Grundform eines länglichen Rechteckes mit dreireihiger
326.
BeifpidI.
Fig. 45i-II. Obergefchofs
Fig. 452.
Erdgefchofs.
Arch. :Nenmann.
Fig. 453-1. Obergefchofs.
10 8 f.
!
1: 1000---- + ----
Mufeum zu Gotha 446 ).
Anlage der Räume entworfen. Und zwar ift die Anordnung derart getroffen , dafs die mittlere Reihe die9,o m tiefen, im I. Obergefchofs mit Deckenlicht erhellten Säle enthält und von den äufseren Reihender 5,om tiefen, mit Seitenlicht erhellten kleineren Räume umfafft ift. Der Mittelbau ift durch eine derHauptfront in den beiden oberen Gefchoffen vorgelegte Colonnade und eine das ganze Gebäude überragendeVierungskuppel au« ezeichnet. Im hinteren Theile des Mittelbaues liegt das Haupttreppenhaus.
Der Eingang in das Erdgefchofs erfolgt an der Rückfeite des Gebäudes. Von der im Treppenhausangeordneten kleinen Plurhalle gelangt man, zu beiden Seiten und gerade aus, in die Sammlungsräume,deren Fufsboden um 6 Stufen tiefer liegen. Ein fchmaler Mittelflur theilt das Gefchofs der Länge nachin zwei gleiche Hälften von 8,4 m tiefen Räumen, die durch Pfeiler getrennt und mittels Seitenlicht erhelltlind. Der Mittelflur wird durch Fenfter an den beiden Enden und vom Treppenhaus aus in der Mittebeleuchtet. In den Sälen der linken Hälfte find die Sammlungen der Abgüffe, in der rechten Hälfte diemmeralogifch-geologifche Sammlung und die Caftellans-Wohnung untergebracht.
Im I. Obergefchofs, das man fowohl von der Haupttreppe aus, als auch mittels der Freitreppe an
) Nach den von Herrn Geh. Regierungs- und Baurath Eberhard in Gotha freundlichft zur Verfügung geftellten Plänen.