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im Grundrifs dargeftellt in:. Der füdliche Gebäudeflügel für Mineralogie und Geologiewurde 1836 vollendet, und zu derfelben Zeit find die alten Gewächshäufer, die dengröfseren Theil des nördlichen Flügels bilden, nach den Plänen Rohault de Fleitryserrichtet worden. Das grofse mittlere Hauptgebäude, das die Sammlungen fürZoologie enthält, fo wie die Verbindungsbauten mit den Flügeln wurden 1877 vonAndre begonnen.
Der jfardi?i des pla?ites zu Paris, der nach Art. 294 (S. 338) feit 1793 den Namen Mufcum d'/rißoirenaturelle führt, bildet ein grofses, unregelmäfsiges Viereck, das im Oflen nach der Seine zu, vom Quai Saint-Bemard und dem halbrunden Platz Valhubert , im Süden von der Buffon-Strafse, im Wellen von derGeoff?-oy-Saint-J7ilaire-Stra.fce und im Norden von der Cuvi er Strasse begrenzt wird. Längs letzterer er-ftreckt fich derjenige Theil der Anlage, welcher den zoologifchen Garten und das einen Hügel bedeckendeLabyrinth umfafft. Den anderen, niedrigeren Theil nimmt der botanifche Garten ein, der beim Haupt-eingang am Valhubert-¥\dXz beginnt und von der in Rede flehenden Gebäudeanlage der naturwiffen-fchaftlichen Sammlungen abgefchloffen wird. Der Platz hierfür könnte nicht beffer gewählt fein: Gartenund Bauwerk vereinen fich zu einem zufammengehörigen Ganzen von bedeutender Wirkung. Die Archi-tektur des neuen Mufeums zeichnet fich durch Schönheit der Linien, Ebenmafs der Proportionen, vor-nehme Einfachheit der Formen aus und fleht in vollem Einklang mit der Bestimmung des Bauwerkes.Fig. 424 läfft die Grundrifsanlage des Mufeums erkennen. Den inneren Kern derfelben bildet eine grofse,weite Halle (Fig. 425) , die von 3 über einander flehenden Galerien umgeben ift. Zwei derfelben , dieGalerien des Erdgefchoffes und des I. Obergefchoffes, find im Aeufseren durch 11 Bogenöffnungeh angedeutet.Die dritte Galerie nimmt die Höhe des Dachwerkes ein und kommt im Aeufseren nicht zur Erfcheinung.Die äufsere Umhüllung des Hallenraumes bilden die an den 4 Seiten deffelben ebenfalls in 3 Gefchoffenüber einander angeordneten Reihen von Sälen. Die an der Geoffroy-Saint-HilaireStrakQ gelegene Reiheift noch nicht ausgeführt. Die nach dem Garten gewendete Hauptfront wird durch zwei mit Kuppelnbekrönte Vorbauten abgefchloffen. Sie enthalten im Erdgefchofs die Eingänge des Gebäudes und flehenin nachdem Zufammenhang mit den Eckbauten, in welchen die Haupttreppen eingerichtet find. Aufser-dem flellen eine Anzahl Nebentreppen die Verbindung der Räume in den einzelnen Gefchoffen her. Einkräftig gegliedertes Sockelgefchofs erftreckt fich unter dem ganzen Gebäude.
Die Halle hat, einfchl. der umgebenden Galerien, 72,00 m Länge auf 42,40 m Breite und eine Ge-fammtbodenfläche von rund 6000 q m ; der grofse Raum wird mit Deckenlicht erhellt; feine Höhe vomFufsboden bis zum Scheitel der Glasdecke beträgt 21,so n -. Kein anderes Material konnte für die Con-ftruction der Galerien, des Decken- und Dachwerkes der Halle gewählt werden als Eifen, und die glück-liche Formbildung 418 ) deffelben trägt zu der mächtigen Wirkung des Raumes wefentlich bei. Fig. 425giebt einen Begriff hiervon. Vierzig gufseiferne Säulen, die auf Granitfockeln ruhen, bilden mit deneifernen Unterzügen, welche die Galerieböden und die Dachbinder tragen, das Gerippe des grofsen undweiten Raumes, dem ein Strom von Licht durch die Glasdecke zugeführt wird. Die Anordnung deroberften Galerie, welche über die beiden unteren ausgekragt und mit den Dachbindern durch Confoleträger verbunden ift, erfcheint eben fo keck als zierlich und bildet gewiffermafsen die Krönung desInnenraumes. Diefe oberfle Galerie, welche eine befonders gute Beleuchtung erfordert, da fie die ento-mologifche Sammlung enthält, ift mittels eigener Dachlichter erhellt. Die Galerien find durch Reihenvon Glasfehränken zur Aufnahme der Sammlungsgegenftände abgetheilt. Im Mittelraum des Erdgefchoffesflehen folche Exemplare des Thierreiches, welche fich durch ihre Grofse auszeichnen, wie Walfifche,Elephanten, Nashörner u. dergl.
Die den Hallenraum umgebenden Reihen von Sälen find in Steinbau ausgeführt. Sie dienen mitwenigen Ausnahmen als Sammlungsräume. An der füdlichen Nebenfeite liegen 2 Sitzungsfäle, an dernördlichen Arbeitszimmer für den Confervator.
Das im Vorhergehenden befchriebene Galerie-Gebäude für Zoologie A fleht durch Portiken in Ver-bindung mit den Flügelbauten. Diejenigen der Nordfeite B und C enthalten die neuen und alten Ge-wächshäufer; die der Südfeite D werden von der Bibliothek und den Galerien für Mineralogie und Geologieeingenommen.
Die ganze grofse Gebäudegruppe genügt kaum, um die darin enthaltenen Sammlungen zu faffen.Weitere grofse Neubauten find zur Unterbringung der Sammlungen für Botanik, Paläontologie, Anthro-pologie und vergleichende Anatomie erforderlich 419 ). Ein umfaffender Plan, der allen Raumbedürfniffen
418 ) Einzelheiten derfelben fiche in Theil III, Band 2, Heft 2 (Tafel bei S. 319) diefcs »Handbuches.4in ) Nach : La conflruetion moderne, Jahrg. 7, S. 509.