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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
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Der in Fig. 419 413 ) abgebildete Schädelftänder hat vor anderen feiner Artwefentliche Vortheile, die darin beftehen, dafs der Schädel keine Verletzung durchdie Befeftigung erfährt, leicht beliebig wagrecht zu ftellen, auch nach oben zudrehen ift, und dafs Schädel fowie Unterkiefer ohne Schwierigkeit getrennt vomStänder genommen und betrachtet werden können. Dabei ift der ganze Schädeldem Befchauer fichtbar, ohne dafs der Ständer das Auge ftört.

Dies ift bei dem neben ftehen-rig. 419. ^ en 3 c hädelfländer auf die folgende

Art erreicht. Auf fchwarz polirtemHolzfockel a ift ein lothrecht flehenderBolzen b aus Eifendraht mittels einerSchraubenmutter befeftigt. Ein verftell-barer Arm von fchwachem Meffingrohrmit 2 Klemmfchrauben wird mit feinemlothrechten Theile auf den Bolzen bgefchoben; der wagrechte Theil nimmtden Unterkieferhalter d auf. Letztererift aus ftärkerem Meffingdraht ange-fertigt und läuft in 2 gebogene Spitzenaus, die in den Canalis mandibularisdes Unterkiefers eingefchoben werden.

------ Der eigentliche Schädelträger befteht

aus einem Meffingrohre mit Klemm-fchraube und 3 aus einander gefpreiztenMeffingfedern mit umgebogenen Enden und wird durch das Hinterhauptloch in den Schädel eingeführt,bis der auf das obere Ende des Rohres ausgefchraubte Gummiknopf die innere Fläche der Schädelkapfelberührt. Alsdann werden die 3 aus dem Hinterhauptloch herausftehenden Meffingfedern umgebogen undam Schädel befeftigt, damit fie nicht in die Schädelhöhle einfchnappen.

Von ibnftigen befonderen Einrichtungsgegenftänden brauchen fchliefslich nurdie Knochenentfettungs- und Macerations-Vorrichtungen der zoologifchen Mufeen er-wähnt zu werden. Abbildungen und Befchreibungen derfelben finden fich in denunten angegebenen Quellen 414 ).

Schädelftänder 413 ). l /s n. Gr.

c) Beifpiele.

Das Naturhiftorifche Mufeum in Hamburg (Fig. 420 bis 423 415 ) ift aus kleinenAnfängen durch freiwilliges Zufammenlegen vereinzelter Sammlungen entstanden undEnde der dreifsiger Jahre in den Befitz des Staates übergegangen. Der Neubaudeffelben wurde Semper & Krutifch übertragen, nachdem deren Pläne auf Grunddes 188485 ftattgefundenen Wettbewerbes zur Ausführung beftimmt worden waren.Diefe erfolgte 188689.

Die Bauftelle nimmt einen Theil eines im üften der Stadt hoch gelegenen Platzes ein, der wedervom eigentlichen Schwerpunkte Hamburgs, noch von den höheren Bildungsanftalten zu weit entfernt ift.Die Hauptfront des Gebäudes ift nach Often an einer breiten, Steinthorwall genannten Strafse gelegen.

Den räumlichen Anforderungen konnte nur durch eine auf das äufserfte wahrgenommene Aus-nutzung des verfügbaren Bauplatzes genügt werden. Dies ift durch das für den Neubau gewählte Syftemerreicht. Nach demfelben gliedert fich das Mufeum in einen grofsen, von oben erleuchteten Mittelfaalmit rings umlaufenden Sammlungsfälen, deren Tiefe fich durch die gegebenen Abmeffungen der Gehbahnen

413) Nach: Meyer, a. a. O., S. 10 u. Taf. 6.

414) Meyer, a. a. O. , Taf. 5 fo wie: KleinwächterZeitfchr. f. Bauw. 1891, S. 7 bis 10.

415) Nach: Semper, M. Das neue naturhiftorifche Mufeum in Hamburg. Deutfche Bauz. 1890, S. 237bis 422 nach von den Herren Architekten freundlichft zur Verfügung geftellten Plänen.

Handbuch der Architektur. IV. 6, d. 23

F. Das Mufeum für Naturkunde der Univerfität Berlin.

Fig. 420

308.

Beifpiel

I.