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Fig. 410.
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liehen Mufeums in Rom (Fig. 408 u. 409 401 ).Das Deckenlicht erftreckt fich mein: über denganzen Mittelraum, und die Galerien werden,wenn fie fehr tief find, im oberften Gefchofs mitbefonderen Deckenlichtern, in den unteren Ge-fchoffen mit Seitenlicht erhellt.
Solcher Art find die grofsen Hallenbautendes Mufeum d hißoire naturelle zu Paris und desNaturhiftorifchen Mufeums zu Hamburg (fieheArt. 308). Das Mnfeo civile di floria naturale zuGenua ift eine kleine, aber fehr günftig ge-ftaltete Anlage deffelben Baufyftems (Fig. 410u. 411 *««).
Aus der nach den Hauptmafsen aufgetragenen Grund-rifsfkizze ift erßchtlich, dafs das Mufeum hauptfächlich auseinem Saal von 8 > 16 m , zwifchen den Schränken gemeffen,und von 10,15 m lichter Höhe befleht. Mit Ausnahme einesFenfters über der Eingangshalle wird der Saal lediglichdurch ein grofses Deckenlicht erhellt. In vier Reihen übereinander find Schränke angeordnet, welche die Wandflächenbis zur Decke ausfüllen, und zwar in der Weife, dafs diedrei oberen Reihen von vorgekragten Galerien aus zugäng-lich find. Die untere Schrankreihe enthält die Säugethiere,die folgende Vögel, die dritte Fifche und Amphibien, dieoberfte endlich Infecten und Mineralien. Der Haupteingangwird durch eine Vorhalle vermittelt. Gegenüber liegt eineTreppe mit Nebenpforte, die gewöhnlich als Zugang dient.Zu beiden Seiten diefer Treppe find je vier über einanderliegende kleine Räume angereiht, die, den Galerien ent-fprechend, eine mäfsige Gefchofshöhe haben und für denAuffeher, für das Präpariren der Ausftellungsgegenftände,für Studienzwecke und für die Arbeiten der Cuftoden be-nimmt find. Das Gerüft der Schränke befleht aus Gufseifenund trägt, wie Fig. 410 zeigt, auch die aus demfelben Materialund aus Schmiedeeifen hergeftellten Galerien, die 1,oö m ausladen. Die Schränke find 0,95 m tief und 2,iö mhoch, die Träger 0,35 m hoch, fo dafs fich eine Gefchofshöhe der Galerien von 2,50 m ergiebt. An denSchränken find, zur Erzielung gröfserer Feuerficherheit und Dauerhaftigkeit, nur die aufgehenden Rahmenaus Holz gebildet; die Füllungen hat man durch eiferne Rahmen erfetzt, welche mit fog. Malerleinwandbefpannt und mit Oelfarbe angeflrichen find. Die Fugen, welche den ftaub- und mottenficheren Abfchlufsgefährden, find dadurch wefentlich vermindert.
Mit diefem Beifpiel ift zugleich ein Hauptgrundrifstypus der Mufeen für Natur-kunde befchrieben. Eine weiter entwickelte Form bildet fich, wenn die glasbedeckteHalle, fo wie deren Galerien von Sälen umgeben werden, die durch Seitenlicht er-hellt und von den Galerien aus unmittelbar, fo wie von aufsen mittels der Treppenzugänglich find.
Diefe Grundrifsbildung, welche u. A. für das Zoologifche Inftitut der Univerfität Kiel 406 ) vonGropius 6° Schmieden gewählt wurde, ift auch bei den vorerwähnten naturhiftorifchen Mufeen zu Ham-burg und Paris (fiehe Art. 30S u. 309, fo wie Fig. 421 u. 424), fo wie für eine Anzahl anderer naturwiffen-fchaftlicher Sammlungsgebäude, z. B. für die pathologifch-anatomifchen Sammlungen des College of Surgeons
Mufeo civile di floria naturale zu Genua 405 ).
?°3-Grundrifs-bildung,
405) Nach: Fköbel, H. Das naturhiflorifche Mufeum in Genua. Centralbl. d. Bauverw. 1883, S. 216.*08) Siehe hierüber Theil IV, Halbband 6, Heft 2 (Art. 297, S. 318 u. Fig. 249) diefes »Handbuches".