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291-
lieifpielVII.
292.
Hcifpiel
VIII.
Thaulow-'Muieam
zu Kiel.
Erdgefchofs 383 ).
'Iiooo ». Gr.
Irch. : Moldeti/chardt.
Fig. 401.
gefchoffes. Das Untergefchofs enthält Referveräume, Werkftätte, Materialraum und Fig. 400.
die Wohnung des Hauswartes.
Die Beftimmung des Haufes als Kunftgewerbe-Mufeum kommt im Schmuckder Architektur durch Portrait-Bilder und Namen von Männern des Kunfthand-werkes in älterer und neuerer Zeit, fo wie durch die in den Fenfterbrüftungendes I. Obergefchoffes angebrachten kennzeichnenden Sprüche zum Ausdruck. DieFiguren neben dem Wappen der Provinz über der Mitte der Hauptfeite HellenInduftrie und Wohlfahrt dar. Die Portalzwickel find mit den Relief-Figuren vonAmor und Pfyche gefchmückt.
Sockel und Eingangstreppe find aus belgifchem Kalkftein, Portal und Säulender gekuppelten Fenftcr aus Ncbraer Sandftein hergeflellt. Die ganze übrigeAufsenarchitektur ifl in Terracotten und Verblendriemchen der I.aubaner Actien-Ziegelei in zwei Abftufungen einer Lederfarbe — die fchlichten Flächen hell, dieStructurtheile dunkel — ausgeführt.
Die Decken find aus Pitch-pine-WoY/, theils als Cafettendecken, theils als profilirte verfchalte Balken-decken angefertigt.
Die Koftcn des Gebäudes haben rund 150000 Mark betragen. Hiervon entfallen auf 1 qm bebauterGrundfläche 330 Mark und auf 1 cbm umbauten Rauminhaltes, von Kellerfufsboden bis Hauptgefims-Ober-kante gerechnet, 22,44 Mark.
Das neue Mufeum der Indult ri eilen Gefellfchaft zu Mülhäufen wurdeauf einem von der Stadt gefchenkten Bauplatze nach dem Entwurf und unter derLeitung de Ruttes 1880—82 erbaut, nachdem deffen Arbeit, auf Grund eines vor-hergegangenen befchränkten Wettbewerbes, zur Ausführung gewählt worden war(Fig. 401 3Si ).
Das frei flehende Gebäude hat die Grundformeines länglichen, gefchloffenen Rechteckes, an deffen Fang-feiten Eckvorlagen angeordnet find. In der Mitte dereinen auch durch eine Vorlage ausgezeichneten Schmal-feite befindet fich der Eingang. Einige dem Portal vor-gelegte Stufen führen in die Flurhalle, an welche fichlinks zwei Zimmer für den Pfortner, fo wie ein Atelier,rechts die Wohnung des Confervators und geradeaus dieHaupttreppe anreihen. Das Erdgefchofs wird von dertechnologifchen Sammlung eingenommen. Das Ober-;, r dchofs enthält die durch Deckenlicht erhellten Gemäldefäle, fo wie einen für die reichhaltige Kupferftich-Samm-lung beftimmten Saal. Zu ebener Erde, unter der techno-logifchen Sammlung, erftreckt fich ein grofser weiterKaum, der als Getreidehalle dient, aber nach Bedarf ineine Ausflellungshalle umgewandelt werden kann.
Die Facaden find äufserft einfach, aber würdig geftaltet. Nur die Mittelvorlage der Eingangsfeiteifl etwas reicher durchgebildet. Das Mauerwerk des Gebäudes befteht aus Kalkbruchfteinen der Gegend ;für die Haufleine i(l im Sockelgefchofs der harte Kalkftein von Laufen und in den oberen Gefchoffender aus den Bruchfteincn von St. Leu bezogene Stein verwendet. Die Decken find aus Eifen und Back-ftem hergeflellt und die Dachflächen mit Altkirchcr Ziegeln eingedeckt.
Die Baukoflcn betrugen rund 319000 Mark (= 398453 Francs). Hiervon entfallen 199,3-, Mark(= 2 49>8i Francs) auf 1 qm bebauter Grundfläche und 10,2:, Mark (= 12,si Francs) auf 1 cbm umbautenRaumes.
Die Entwürfe zum Kunftgewerbe-Mufeum zu Elensburg find die Er-gebnifie eines im April 1892 zum Austrag gekommenen Wettbewerbes. Die mitdem erften Preis ausgezeichnete Arbeit Stier's ift in Eig. 402 bis 404 38r ) dar-geftellt.
] !]000 a. Gr.
Mufeum der Induflriellen Gefellfchaft zu
Mülhaufen. — Erdgefchofs 384 ).
Arch : de Rntte.
lsl ) Nach: de Ruttk. Nouvtau mußt de la fociete induflrielU de Mnlhou/e. Schweiz. Kauz. 1884, S.Bs °) Nach: Neumeister & Hahkrle. Deutfchc Konkurrenzen. Leipzig 1892. Heft 3, S. 8 u. 9.