Druckschrift 
Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
Seite
329
Einzelbild herunterladen
 

3^9

befchriebene Anlage find die vollkommene Durchführung der Hauptaxe, die Einfachheit und Klarheit derGrundrifsbildung und die Zweckdienlichkeit der Anordnung in Form, Gröfsenbemeffung, Beleuchtung undZugänglichkeit der Räume.

Der trefflichen Planbildung des Bauwerkes entfprechen GeflaJtung und Durchbildung deffelben imAeufseren und Inneren. Für die Gefammterfcheinung des Mufeums ift die weitaxige Vertheilung dergrofsen Gruppenfenfler, die auch Schinkens Bauakademie eigen ift, charakteriftifch. Die Geiftesverwandt-fchaft beider Werke offenbart fich insbefondere in der freien, feinfühligen Behandlung des hellenifchen

l 7 ig- 395-

Fichthof des Kunftgewerbe-Mufeums zu Berlin.

Details. Sie ift am Kunftgewerbe-Mufeum mit eigener Geftaltungskraft und grofsem Verftändniis dem Bau-material angepafft, das hi^er in gewiffer Mannigfaltigkeit zur Verwendung kam. Fig. 396 giebt ein Bilddes in grofsen Linien (ich entwickelnden Fagadenfyftems und einen Begriff von der künftlerifchen Ver-einigung aller Elemente deffelben, von der fchönen architektonifchen Gliederung, der wirkungsvollen Be-handlung und Steigerung des plaftifchen und malerifchen Schmuckes. Für die Sockel-Plinthe ift belgifcherGranit, für die Boffenquader, fo wie für fämmtliche vorfpringenden Architekturtheile des Baues Sandftein,für die'Wandflächen find Blendfteine, durchfetzt mit Reliefftreifen und für das mächtig ausladende HauptgefimsTerracotten verwendet. Die Figurenfelder des oberften Gefchoffes ftrahlen in Farben- und Goldmofaik.