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bundenen Kunftgewerbefchule zu dienen hatten. Zu letzterer gehörten auch Räume des II. Obergefchoffes,das in der Vorlage des Mittelbaues die Director-Wohnung enthielt. Der Vorlefungsfaal, der mehr als300 Zuhörer faßt 378 ), nimmt die Höhe des I. Obergefchoffes fammt der des Halbgefchoffes darüber ein.Die Kunftgewerbefchule bezog 1877 ihr eigenes Haus; allein die Vorbereitungsfchule derfelben verbliebnoch eine Reihe von Jahren im Mufeum, bis auch ihr 1885 ein eigenes Heim gefchaffen war und dieRäume derfelben für Mufeumszwecke frei geworden find. Die innere Geftaltung ifk in Fig. 392 dargeftellt.Die 32 Säulen des Arcadenhofes haben Monolithfchäfte aus Mauthaufener Granit; die Bafen und Kapitelle,o-leich wie die Bogenftücke, Gefimfe, Balufter u. f. w. find aus Untersberger Marmor. An den Wändender Flurhalle, des Hofes und des Treppenhaufes fand Stuccoluftro, in letzterem Raum auch StuckmarmorVerwendung. Der Treppenruheplatz ift mit Marmormofaik belegt, der Fufsboden der Flurhalle und desHofes in Afphalt-Silico ausgeführt. Die Deckenlichtfäle find zum Theile mit Figuren-Bildwerk und gleichden übrigen Haupträumen mit Malereien gefchmückt. Im Treppenhaufe find Glasmalereien in den Fenftern,Frescobilder an den Wänden angebracht. Im Aeufseren ift Backftein-Rohbau mit fparfamer Verwendungvon Quaderflein durchgeführt und mit Sgraffito-Friefen verziert, in welche Rundbilder von Köpfen be-rühmter Künftler in glafirtem Thon eingefetzt find.
Die Koften des Baues beliefen fich auf 1300000 Mark (= 650000 Gulden). Hiervon entfallenbei rund 65 000 cbm umbauten Raumes, vom Kellerfufsboden bis Oberkante-Hauptgefims gemeffen, aufI cbm rund 20 Mark.
Fig. 392.
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Oeflerreichifches Mufeum für Kund und Induftrie zu Wien.Längenfchnitt 37<i ).Arch.: v. Ferßel.
Im Kunfto-ewerbe-Mufeum zu Berlin hat die Bauanlage mit Lichthof einebemerkenswerthe Neugeftaltung erfahren. Das von Gropius & Schmieden errichteteGebäude wurde gegen Ende 1881 nach vierjähriger Bauzeit eröffnet (Fig. 393bis 396 379 ).
Das Bauwerk das auf einem für die räumlichen Anforderungen deflelben knapp bemeffenen Bau-platz fleht, bildet eine völlig gefchloflene Anlage von quadratifcher Grundform, 69,5 m im Geviert, miteinem Vorbau an der Mitte der Hinterfeite. Es befteht aus Sockelgefchofs, Erdgefchofs und 2 Ober-"efchoffen die bezw. 4,25 m , 6,70 ™, 7,70 m und 6,20 m Höhe haben. Die Gefammthöhe des Gebäudes vomäufseren Boden bis Oberkante-Hauptgefims beträgt 26,20 m. Der Haupteingang liegt in der Axe der nachNorden gerichteten Vorderfront und ift durch eine mit Bildwerk gefchmückte Unterfahrt, zu der eine
Ein Rückblick auf feine Gefchichte. Wien 1889.
K K. Oefterreichifche Mufeum für Kunft und Induftrie.370) Nach: Centralbl. d. Bauverw. 1882, S. 363, 367.
378) Das
15 u. 27,
288.
Heifpiel
IV.