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und (ielenkbänder find aus dunkel gefärbter Bronze hergeftellt. An den Sehränken find Schilder ausbronzirtem Zinkgufs zur Aufnahme der auf Papier gedruckten Schranknummern angebracht und unter den-felben fchwarz lackirte Blechfchilder befeftigt, auf welchen der Inhalt des Schrankes in weifser Schriftangegeben ift (Fig. 379 bis 383).
Aufser folchen Glasfehränken werden manche andere Ausftellungsvorrichtungen:Galgen für frei hängende Schmuckgegenftände, verfchiedene Geftelle und Ständerfür Teller und Taffen, Glaskaften für kleine frei flehende, aber zai fchützende Samm-lungsftücke u. dergl., benutzt, die nach Bedarf gröfser und kleiner und aus den fürden Zweck geeigneten Stoffen angefertigt werden, auf die bauliche Anlage der Kunft-gewerbe-Mufeen aber nicht von Einflufs find.
Abbildungen folcher Vorrichtungen finden fich auf der Tafel 20 der in Fufsnote 369 (S. 316) an-gegebenen Quelle. Auf derfelben Tafel ift auch eine zum Abfperren einzelner Theile der Sammlungs-räume dienende Barriere, ferner auf Taf. 17—19 die Einrichtung eines Stoffzimmers, in welchem die nichtausgefeilten Textil-Arbeiten aufbewahrt werden, dargeftellt.
Ueber die Einrichtungen zur Ausftellung und Aufbewahrung von Photographien,Lithographien, Farbdrucken und fonftigen Vorlagen geben Art. 22 (S. 22) u. jj(S. 106) den nöthigen Auffchlufs.
c) Beifpiele.1) Grofse und mittelgrofse Anlagen.28 s- Das Confervatoire des arts et metzers zu Paris ift das ältefte und nächft dem
r South-Kenfington-Mufeum zu London das gröfste der hier in Rede flehenden Mufeen.
Seine Gefammtanlage nach dem heutigen Beilande flellt Fig. 385 :i 7 °) dar. Die Ueber-refle der alten Abtei von Saint-Martin-des-Champs, in welcher die durch Convents-Decret vom 10. Oktober 1794 gegründete Anftalt 1798 eingerichtet wurde (fieheArt. 140, S. 187) find von einer umfangreichen Gebäudegruppe umfchloffen, mitderen Errichtung Vaudoyer von 1839 bis zu feinem 1872 erfolgten Tod betrautwar 371 ). Die dringend nothwendigen Erweiterungsbauten find noch unvollendet.
Im Confervatoire des arts et meliers haben Gewerbe und Landwirthfchaft ihre Heimftätte. Diereichhaltigen Sammlungen aus diefen Gebieten: Mafchinen, Modelle, Geräthe, Mufter u. dergl., füllen langeReihen von Sälen. Zur Nutzbarmachung derfelben und zur Anleitung von Handwerkern und Fabrikantenwerden in Hörfälen verfchiedener Grofse jeden Abend während des Winters Vorträge über die einzelnenZweige der technifchen Kiinfte, Gewerbe und der Landwirthfchaft abgehalten. Zu diefen Lehrcurfen ge-hören fechs Laboratorien: nämlich vier für Chemie, ein Laboratorium für Phyfik und eines für Mechanik,ferner eine I'rüfungsanftalt für Mafse und Gewichte, fo wie eine Verfuchs- und Prüfungsanftalt für Bau-materialien. In der Patent- und Schutzmarken-Sammlung {Portefeuille induflriet) find Zeichnungen und Be-ichreibungen der patentirten Gegenflände zum Studium oder Copiren ausgeftellt. Eine Bibliothek vonmehr als 25 000 Bänden ift dem allgemeinen Befuche geöffnet. Für alle diefe Zwecke reicht die grofsezweigefchoffige Baugruppe nur nothdürftig aus.
Ein Blick auf den Plan läfft die ehemaligen Abteigebäude: Kirche aus dem XV. Jahrhundert miteinem dem XII. Jahrhundert angehörigen Chor, fo wie das Refectorium aus dem XIII. Jahrhundert, leichterkennen. Vaudoyer hat fie mit grofsem Verftändnifs und Gefchick wiederhergeftellt und in der Gefammt-anlage des Confervatoire in zweckmäfsiger und fchöner Weife verwerthet. Unter Wahrung des mittel-alterlichen Charakters diefer Theile find im Uebrigen Anordnung und Geftaltung des ganzen Bauwerkesim Sinne der Neuzeit entworfen und durchgeführt. Das Gleichgewicht der Mafien ift nach der fenkrechtzur R ue Saint-Martin gerichteten Hauptaxe hergeftellt. Ein fchönes Portal führt in den ftattlichen Hof,von dem aus man durch das Haupttreppenhaus in den mittleren Vorfaal und von hier aus in Sammlungs-fale gelangt. Diefe nehmen im Erdgefchofs den ganzen Querflügel, den nördlichen und den füdlichenügel em. In Zukunft wird ihnen der Neubau an der Rue Vaucanfon zugetheilt. Auch fämmtlicheenen des O bergefchoffes, zu welchen aufser der Haupttreppe drei am Querflügel angebaute Neben
an! ?^" R ? r ' naCh: Baedeker ' K - *>»'** und feine Umgebungen. 13. Aufl. Leipzig 1891. Plan bei S. 183.) fciebe: MonUeur des arch. 1873. S. 86, 2 oo u. PI. 6i, 62 - ferner: Encyclofiidie d'arck. 1883, S. 33.