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Fig. 384.
Pultfchrank 369 ).
*/ 3 0 n. Gr.
VomKunftgewerbe-Mufeum zu Berlin.
Ganz ähnlicher Art wie diefer Wandfchrank, aber für beiderfeitige Benutzung eingerichtet, ift derhier nicht abgebildete frei flehende Wandfchrank mit 2 Langwänden auf Sockel. Die Einrichtung unter-fcheidet fich dadurch, dafs auf der Stufe zu unterft zwei auf einander gefchraubte bankartige Geflelleauf eifernen Stützen angeordnet find.
Der Tifchfchrank in Fig. 380 wird durch Herausnehmen der beiden Stirnwände geöffnet. Der ge-fammte Einbau ruht auf einem dicht über dem Boden angebrachten Laufbrett und kann mit diefem mittelszweier an jedem Ende angebrachter Zapfen herausgezogen werden. Der Boden des Schrankes mit denLaufrollen ift zu ein Viertel im Grundrifs dargeftellt. Die innere Einrichtung befleht aus einer feftenStufe und 2 Bänken, deren Platten mit Stoff bezogen find und auf hölzernen Seitenflützen, fo wie aufeinem beweglichen Mittelbrett ruhen. Letzteres läuft in einer Nuth der Seitenflützen und wird heraus-genommen, wenn Gegenflände von beiden Seiten gezeigt werden follen.
Zur Aufftellung feiner Gegenflände, wie Schmuck, Emaillen, feine Metallarbeiten u. dergl., dienenHängekaften. Die Gegenflände find je nach ihrer Schwere auf Holztafeln, die mit Sammet oder Tuchüberzogen find oder auf mit Leinwand befpannten Rahmen aufgeheftet. Diefe Tafeln werden in die leichtherausnehmbaren Hängekaften von der Rückfeite eingelegt und durch die von oben einzuschiebendeRückwand des Kaflens gehalten.
Für die Befefligung diefer Hängekaften dienen zwei Arten von Geflellen: dreifeitige Wandgeflelle(Fig. 381), welche für die Aufftellung dem Fenfter gegenüber berechnet und mit 6 Fächern verfehen find,fo wie flache, frei flehende Geflelle (Fig. 383), die zwei wandartige Seiten mit je 6 Fächern haben undüberall aufgeteilt werden können. In jedes diefer Fächer werden Hängekaften von gleicher Conftruction,wie die der dreifeitigen Wandgeflelle, eingebracht und mittels Riegeln befeftigt.
Die Pultfehränke in Fig. 384 find mit einem verglasten Deckel verfchloffen, der in geöffnetem Zu-ftand durch 2 fchmiedeeiferne Winkelftützen feft gehalten wird. Zum Aufftellen flacher Gegenflände dienteine Einle^eplatte, die beliebig fchräg geftellt werden und mittels zweier in den vorderen Ecken ein-gefchraubter Knöpfe herausgenommen werden kann. Die Länge diefer Schränke richtet fich nach dem
Ort der Aufftellung.
Beim Doppel-Puftfchrank in Fig. 382 befteht der untere Theilgemeinfamer Rückwand. Der wagrechte Theil der Pultdecke bildet zugleich den Boden für den Auffatz.Diefer enthält ein auf Rollen laufendes Brett, und um daffelbe höher zu legen, find die Rollen in 2 unter-gelegten Leiften angebracht (fiehe Querfchnitt der Abbildung). Der Einfatz des Auffatzes befteht aus ein-fachen profilirten Brettern, die auf gedrehten Säulen ruhen.
Bezüglich des Schloffes und Befchlägs fei bemerkt, dafs fämmtliche Schränke mittels deffelbenSchlüffels zu öffnen find und dafs das Schlofs derart conftruirt ift, dafs ein durch einen Drücker beweglicherEinreiber nach dem Verfchlufs des Thürflügels mittels eines Schlüffels feft gemacht wird. Schlofsbleche
aus 2 einfachen Pultfehränken mit