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Gebäude für Sammlungen und Ausstellungen
Entstehung
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Glaifchrä

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und Fenftcr des Raumes muffen damit im Einklang fein. Man überläfft daher ihreAusftattung den wechfelnden Strömungen der Zeit und macht fie fo einfach, dafsfie fich jeder Umformung anpaffen laffen.. 283 - Für die Geftaltung im Inneren ift, wie bereits erwähnt, der Lichthof das Haupt-

element. Derfelbe kann in Anlage, Formbildung und Ausschmückung fehr verfchie-denartig behandelt werden. Dies zeigen die mehrfach genannten Beifpiele in Art. 286bis 289. Sie können, jedes in feiner Art, als Vorbilder bezeichnet werden. Diedargeftellten Abbildungen laffen weitere Ausführungen entbehrlich erfcheinen.

Das, was in Art. 234 u. 235 (S. 263 bis 266) über Glasdächer und Glasdeckender Gemäldefälc gefagt wurde, gilt auch für die in Rede flehenden Fichthöfe.

Von befonderen Finrichtungen für Kunftgewerbc-Mufeen kommen nur Glas-fchränke und fonftige geeignete Ausflellungsvorkehrungen in Betracht.

Das Gcrüft der Schränke wird meift aus Hartholz, das fich fchwarz beizenläfft und eine matte Politur annimmt, angefertigt. Schwarz wird gewählt, weil esfich allen Gcgenfländen gegenüber am meiften neutral verhält. Die Stärke deshölzernen Rahmenwerkes kann auf die geringften Abmcffungen befchränkt werden,da die Spiegelscheiben, welche zur Verglafung ausfchliefslich verwendet find, demRahmenwerk felbft wieder als Stütze dienen. Die Inneneinrichtung der Schränkebefteht aus verfchiedenartigen Geftellen und wird zweckmäfsiger Weife mit Stoffbezogen, weil daraus die zur Befefligung von Sammlungsgegenftänden verwendetenNägel, Schrauben u. dergl. entfernt werden können, ohne dafs fie befonders merk-liche Spuren zurücklaffen. Ein zum Bezichen viel benutzter Stoff ift rothbraunerThibet. Solche Theile der Geftelle, die man aus praktifchen Gründen nicht über-ziehen kann, werden in gleicher Farbe angeftrichen. Die Höhenlage der Bretter iftfür Befchauer mittlerer Statur bemeffen.

Der ganze Finfatz ruht zuweilen auf einem dicht über dem Schrankboden an-gebrachten Laufbrett, das fich auf Rollen bewegt und mit dem Inhalt herausgezogenwerden kann, wenn man die Wand öffnet.

Zur Aufftellung von Gläfern find Bretter nicht zu empfehlen. An Stelle derletzteren werden durchfichtige oder farblofe Glasplatten verwendet, weil hierdurchdie Wirkung der darauf ausgeftellten, durchfichtigen Gegenftände erhöht wird. DieleGlasplatten pflegen von Meffingfäulchcn geftützt und darauf aufgefchraubt zu werden,können aber auch zwifchen den Säulchen auf kleinen Confolcn frei aufgelegt fein.Wenn es darauf ankommt, dafs auch der Deckel des Schrankes durchfichtig ift, fogenügt es, hierzu doppelftarkes weifses Glas anflatt Spiegelglas zu benutzen.

Solcher Art find die Glasfehränke des Kunitgcwcrbc-Mufeums zu Berlin,welche die Mufeums-Verwaltung auf Grund eigener und fremder Erfahrungen vonGropius & Schmieden herftellen liefs. Fig. 379 bis 384 S89 ) Hellen eine Anzahldiefer Schränke vor.

Die Vorderwand des Wandfehrankes in Fig. 379 befteht aus 3 Theilen; der rechte und der linkeFlügel bilden die Thüren des Schrankes; der mittlere Tlieil der Wand, der auch beweglich ift, wirdmittels zweier Dornen oder Zapfen oben und zweier Riegel unten befeftigt. Der Sockel des Schrankesift durch Anbringen von 3 Karten ausgenutzt. Behufs Aufftellung der Gegenftände enthält der Schrank^unterrt eine aus 3 Theilen beftehende Stufe, darüber rechts und links je 3 von eifernen Confolcn ge-ragene Platten. Die entfprechende Platte des Mittelfeldes ift beweglich und mittels Haken, die in Oefenan den Unterf eiten der Platten links und rechts eingreifen, befeftigt.

Berlin 1886 T»f epr ' nnch: Glaifchränke und Au«ftellung«-Vorrichtungen im Königlichen Kimfteewerbc-Mufcum zu Berlin.

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